15. Juli, 2024

Politik

Verheerende Raketenangriffe in der Ukraine: Zahlreiche Tote und Verletzte

Verheerende Raketenangriffe in der Ukraine: Zahlreiche Tote und Verletzte

Erneut erschütterten schwere russische Raketenangriffe die Ukraine, bei denen nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko mindestens 20 Menschen ums Leben kamen und rund 50 weitere verletzt wurden. Besonders stark betroffen waren laut Klymenko die Regionen Krywyj Rih im Süden des Landes und die Hauptstadt Kiew. In Kiew trafen die Raketen dabei auch ein großes Kinderkrankenhaus, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj im sozialen Netzwerk X mitteilte.

Selenskyj veröffentlichte ein kurzes Video, das die Verwüstung in den Krankenzimmern sowie Blutspuren auf dem Fußboden zeigte. Die genaue Zahl der Opfer in dem Krankenhaus sei noch unklar. Der Präsident berichtete zudem von verschütteten Menschen und bedankte sich bei den Ärzten und Helfern, die unermüdlich daran arbeiteten, die Trümmer zu beseitigen.

Auch in weiteren Städten kam es zu erheblichen Schäden. In Kiew, einer Stadt mit drei Millionen Einwohnern, wurden nach ersten Meldungen der Stadtverwaltung mindestens sieben Menschen getötet und neun weitere verletzt. In Krywyj Rih verzeichnete die Militärverwaltung mindestens 10 Todesopfer und über 30 Verletzte. Zudem wurden aus der Großstadt Dnipro Schäden gemeldet, und auch die frontnahen Städte Slowjansk und Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk waren Ziel der Angriffe.

Das russische Militär setzte bei diesem Angriff, so Selenskyj, über 40 Raketen ein, ungewöhnlich dabei war die Tageszeit der Attacke – sie fand zu Beginn der Arbeitswoche statt. Bereits in der Nacht zuvor hatte es Luftangriffe mit Drohnen, Marschflugkörpern und Raketen gegeben.

Die Ukraine wehrt sich seit über zwei Jahren gegen die russische Invasion mit erheblicher Unterstützung aus dem Westen und drängt fortwährend auf die Bereitstellung moderner Flugabwehrsysteme. Nach aktuellen Informationen hat die Ukraine bisher vier der leistungsfähigen Patriot-Systeme erhalten, wobei der Bedarf aus ukrainischer Sicht jedoch weitaus höher sei.