13. April, 2024

Wirtschaft

Verhandlungswoche im Luftverkehr: Ufo und Lufthansa am Tisch, Sicherheitspersonal unter Schlichtungsdruck

Verhandlungswoche im Luftverkehr: Ufo und Lufthansa am Tisch, Sicherheitspersonal unter Schlichtungsdruck

Eine spannende Verhandlungswoche im Luftverkehr deutet sich an, da sich die Fronten zwischen Gewerkschaften und Arbeitsgebern in entscheidenden Bereichen bewegen. Zum Einen werden neue Gespräche zwischen Lufthansa und der Gewerkschaft Ufo, die die Interessen von annähernd 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern bündelt, an diesem Donnerstag aufgenommen. Zum Anderen steht ab Freitag eine Schlichtungsphase für die circa 25.000 privaten Sicherheitsarbeitnehmer, die ihre Dienste an Flughäfen über die bayerischen Grenzen hinaus erbringen, auf dem Plan. Diese politisch aufgeladene Phase folgt auf einen jüngsten Schlichtungserfolg zugunsten der ungefähr 25.000 Bodenmitarbeiter der Lufthansa.

Die Verhandlungsforderungen der Gewerkschaftsspitze Ufo berühren dabei Kernthemen wie die Erhöhung des Gehalts für die Kabinenmannschaften der Lufthansa sowie der kleineren Regionaltochter Lufthansa Cityline – insgesamt handelt es sich um rund 19.000 Personen. Im Detail fordert Ufo eine 15-prozentige Gehaltsaufbesserung über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren, eine Inflationsausgleichszahlung von 3.000 Euro und nicht zuletzt ein Plus bei den Zulagen. Nach einer positiven Urabstimmung resultierte bereits ein Streik. Über die anstehenden Feiertage hielt Ufo jedoch von weiteren Streikankündigungen Abstand, während nun die nächsten Gesprächsrunden zumindest mit dem Mutterkonzern bevorstehen.

Parallel dazu wird der Schlichtungsdruck auf das Sicherheitspersonal intensiviert. Am Freitag beginnen Verhandlungen unter der Leitung des ehemaligen Bremer Finanz-Staatsrats Hans-Henning Lühr (SPD), der in seiner Rolle als Schlichter die divergenten Ansichten von Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) zusammenführen soll. Den Tarifparteien ist bis Sonntag, Punkt Mitternacht, Zeit zur Einigung eingeräumt worden. Der Ort bleibt indes geheim, eine Taktik, welche die Diskretion und vielleicht auch den Druck auf die Verhandlungsführer erhöhen dürfte.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die kommende Woche richtungsweisend für die Luftverkehrbranche sein könnte, mit weitreichenden Entscheidungen, die das Gefüge zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer maßgeblich beeinflussen werden.