13. April, 2024

Politik

Verhandlungen über Waffenruhe im Gaza-Konflikt: USA sehen Fortschritte

Verhandlungen über Waffenruhe im Gaza-Konflikt: USA sehen Fortschritte

Das diplomatische Parkett zeigt scheinbar Früchte, da sich im Streit über eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt nach amerikanischen Angaben die Verhandlungen bewegen. US-Außenminister Antony Blinken verkündete bei einem Interview mit einem saudi-arabischen Sender, dass sich die direkten Gespräche im fortgeschrittenen Stadium befänden und eine Vereinbarung im Bereich des Möglichen liege. Mit den USA, Katar und Ägypten als Vermittler wird nach einem Konsens zwischen Israel und der Hamas gestrebt, um eine Feuerpause zu erreichen und einen Austausch von Geiseln gegen palästinensische Häftlinge zu ermöglichen.

Der US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat Israel im Hinblick auf die potenzielle Bodenoffensive in Rafah zur Vorsicht gemahnt. In einem Gespräch mit dem israelischen Amtskollegen Joav Galant wurden Alternativen zur Offensive besprochen, um den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und den Transport von Hilfsgütern zu erleichtern. Während Galant baldige Gespräche in Washington führen wird, hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigt, dass eine Offensive noch in der Planungsphase sei, wobei die Evakuierungsmaßnahmen für Zivilisten bald genehmigt würden.

Wenngleich Israel unter internationaler Beobachtung steht und die USA einen diplomatischeren Ton anschlagen, betonte ein Sprecher des US-Außenministeriums die kontinuierliche Unterstützung für Israel. Die USA unterstützen dabei Israels Selbstverteidigungsrecht, weisen aber auch auf die Wichtigkeit hin, zivile Opfer zu minimieren.

Im Rahmen seiner Gespräche im Nahen Osten befasst sich Blinken auch mit den langfristigen Perspektiven für die Region, einschließlich einer möglichen Zweistaatenlösung. Trotz der israelischen Ablehnung sowie den Spannungen mit der Hamas ist dies weiterhin ein Ziel der US-Außenpolitik.

Die Notwendigkeit zur Stabilisierung Gazas wird auch von ehemaligen israelischen Sicherheitsbeamten betont, die verlauten lassen, dass es an einem effektiven Plan zur Verwaltung des Gebiets mangele. Darüber hinaus setzt das israelische Militär seine Operationen fort und vermeldet Luftangriffe in Tulkarem und Dschenin im Westjordanland, wo laut israelischer Armee eine direkte Bedrohung durch Bewaffnete bestand.