16. April, 2026

Politik

Verhaftungswelle im russischen Verteidigungsministerium setzt sich fort

Verhaftungswelle im russischen Verteidigungsministerium setzt sich fort

Die Integrität des russischen Verteidigungsministeriums steht erneut in Frage, nachdem ein weiterer Top-General im Gefolge eines Korruptionsskandals unter Verdacht geraten ist. Generalleutnant Juri Kusnetzow, Leiter der Kaderverwaltung, sieht sich schweren Vorwürfen der Bestechlichkeit gegenüber. Medienberichten zufolge richtet sich die Anklage auf seine Amtszeit als Chef des Dienstes für den Schutz von Staatsgeheimnissen, in welcher er angeblich Geldzahlungen für Dienstleistungen von einem nicht näher genannten Unternehmen angenommen haben soll.

Im Zuge der Ermittlungen wurden sowohl das Büro als auch die Privaträumlichkeiten Kusnetzows durchsucht. Das Ermittlungskomitee gab bekannt, dass dabei Summen in Höhe von rund 100 Millionen Rubel – umgerechnet etwa eine Million Euro – beschlagnahmt wurden. Zu den Funden zählten ebenfalls ausländische Währungen, Goldmünzen, Luxusuhren und Schmuckstücke verschiedenen Kalibers.

Diese jüngsten Entwicklungen folgen auf die Verhaftung von Timur Iwanow, einem hochrangigen General, der als verantwortlich für Bauprojekte und Vertrauter von Ex-Verteidigungsminister Sergej Schoigu galt. Schoigu selbst wurde in Folge einer Kabinettsumbildung durch Präsident Wladimir Putin von seinem Amt entbunden und fand einen Ausweg als Ernennung zum Sekretär des nationalen Sicherheitsrats. Die Gesamtsituation spiegelt eine zunehmende Unzufriedenheit mit den Ergebnissen des ukrainischen Invasion und könnte eine intensivere Phase der politischen Säuberung innerhalb der russischen Führung andeuten.