27. Mai, 2024

Politik

Vereinigte Arabische Emirate lehnen Verwaltungsaufgaben im Gazastreifen ab

Vereinigte Arabische Emirate lehnen Verwaltungsaufgaben im Gazastreifen ab

In einer aktuellen Stellungnahme hat der Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Abdullah bin Sajid, klargestellt, dass sein Land nach Beendigung der Kampfhandlungen im Gazastreifen nicht an einer gemeinsamen Verwaltung des Küstengebietes mit anderen Staaten teilnehmen wird. Diese Bemerkung erfolgte als Reaktion auf Spekulationen über eine mögliche zivile Verwaltung der Region, insbesondere nach Äußerungen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu.

Netanjahu hatte in einem Gespräch mit einem amerikanischen TV-Sender die mögliche Einrichtung einer solchen administrativen Einheit diskutiert, die im Falle einer Unterwerfung der dort herrschenden Hamas nötig werden könnte. Er deutete an, dass möglicherweise die Vereinigten Arabischen Emirate zusammen mit Saudi-Arabien und anderen Staaten involviert werden könnten, die ein Interesse an Stabilität und Frieden haben.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, die im Jahr 2020 als erster Golfstaat offizielle diplomatische Beziehungen mit Israel aufgenommen haben, positionieren sich allerdings differenziert im Nahost-Konflikt. Während sie Israels Vorgehen im Gazastreifen kritisch sehen und die Schaffung eines unabhängigen Palästinenserstaates neben Israel unterstützen, bestehen sie darauf, keine administrative Rolle zu übernehmen, die als Unterstützung der israelischen Präsenz im Gazastreifen interpretiert werden könnte. Netanjahu hingegen hat seine Haltung deutlich gemacht, dass Israel nach jedem bewaffneten Konflikt die vollständige Kontrolle über die Sicherheitsmaßnahmen in Gaza übernehmen werde.