19. Mai, 2024

Wirtschaft

Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks bei Telekom auf - Tarifstreit spitzt sich zu

Verdi ruft zu weiteren Warnstreiks bei Telekom auf - Tarifstreit spitzt sich zu

Die Fronten im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Telekom verhärten sich weiter. Kurz vor der vierten Verhandlungsrunde am kommenden Montag und Dienstag in Potsdam macht Verdi Druck und mobilisiert die Belegschaft für eine neue Runde bundesweiter Warnstreiks. Pascal Röckert, Verhandlungsführer von Verdi, unterstreicht die Dringlichkeit einer deutlichen Annäherung seitens des Telekommunikationsriesen, um einen längerfristigen Arbeitskampf zu verhindern: "Ein substanzielles Entgegenkommen der Arbeitgeberseite ist jetzt gefordert."

Die Forderung der Gewerkschaft steht unverändert im Raum: Eine Anhebung der Entgelte um 12 Prozent oder wenigstens 400 Euro pro Monat für die rund 70.000 Beschäftigten des Konzerns. Diesem Anspruch hat die Deutsche Telekom bis dato ein Gehaltsplus von 4,2 Prozent ab dem Jahr 2025 entgegengesetzt, ergänzt um eine einmalige, steuerfreie Inflationsausgleichszahlung von 2000 Euro in diesem Jahr. Ein Vorschlag, den Verdi als inakzeptabel ansieht.

Die Wirksamkeit der Gewerkschaftstaktik scheint sich bereits abzuzeichnen, denn der Druck auf das Unternehmen wächst. Erst kürzlich führte ein Warnstreik, an dem sich Verdi zufolge 13.000 Mitarbeiter beteiligten, zu spürbaren Auswirkungen: Kunden mussten mit längeren Wartezeiten beim Service rechnen, zahlreiche Termine mit Technikern wurden gestrichen und einige Filialen des Konzerns blieben geschlossen. Angesichts dieser Entwicklungen steigt die Spannung im Vorfeld der anstehenden Gesprächsrunde – nicht nur für die Beschäftigten und das Management, sondern auch für die Kunden des Telekommunikationsanbieters.