22. April, 2024

Wirtschaft

Verdacht auf schweren Betrug: Ermittlungen bei Signa-Manager eingeleitet

Verdacht auf schweren Betrug: Ermittlungen bei Signa-Manager eingeleitet

Neue Ermittlungen erregen Aufsehen in der österreichischen Geschäftswelt: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien hat Untersuchungen gegen einen Manager der Signa-Gruppe aufgenommen. Im Zentrum des Skandals steht ein Verantwortlicher einer Projektgesellschaft, dem schwerer Betrug zur Last gelegt wird. Kapitalgeber könnten getäuscht worden sein, da Investitionen anscheinend nicht wie versprochen verwendet wurden.

Signa, gegründet vom österreichischen Unternehmer René Benko, rückt damit erneut in den Fokus justizieller Untersuchungen. Diese erfolgen vor dem Hintergrund bereits bestehender Anschuldigungen und Vorwürfe, zu denen auch der Verdacht der Bestechung zählt. Einem "österreichischen Unternehmer" wird vorgeworfen, einen lukrativen Posten als Versuch zur Einflussnahme für geringere steuerliche Lasten offeriert zu haben. Benko selbst, vertreten durch seinen österreichischen Anwalt Norbert Wess, weist jegliche Verdachtsmomente zurück und bezeichnet diese als unsubstantiiert und juristisch haltlos.

Ein weiterer Aspekt der Ermittlungen beleuchtet die Selbstanzeigen von Managern einer Signa-Gesellschaft bezüglich nicht entrichteter Kapitalertragsteuern – ein Zeugnis der weitreichenden Probleme innerhalb der Konzernstruktur.

In Deutschland gibt parallel die Münchner Staatsanwaltschaft bekannt, dass sie im Kontext der Signa-Gruppe einem Geldwäsche-Verdacht nachgeht. Details zu den Beschuldigten bleiben jedoch ungenannt. Benkos Rechtsbeistände in München bezeichnen die gegen ihren Klienten erhobenen Vorwürfe als unbegründet.

Das Konglomerat Signa, dem einmal prestigebehaftete Projekte und Unternehmen wie der Elbtower in Hamburg sowie die namhaften, jetzt insolventen Warenhausketten KaDeWe und Galeria Karstadt Kaufhof angehörten, sieht sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. Angesichts steigender Zinsen und explodierender Kosten für Bau und Energie erlebt die Firmengruppe einen deutlichen Abwärtstrend.