27. Mai, 2024

Wirtschaft

Verbraucherstimmung in den USA auf Talfahrt

Verbraucherstimmung in den USA auf Talfahrt

Die Zuversicht der Konsumenten in den Vereinigten Staaten hat einen herben Dämpfer erhalten. Aktuelle Erhebungen der Universität Michigan zeigen, dass das Konsumklima im Mai um beachtliche 9,8 Punkte auf einen Wert von 67,4 Zählern gefallen ist. Experten hatten einen derart drastischen Rückgang nicht prognostiziert; sie gingen von einer Reduktion auf 76,2 Punkte aus. Die aktuellen Zahlen markieren den tiefsten Punkt seit November des vergangenen Jahres und signalisieren eine deutliche Verschlechterung in der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und der Verbrauchererwartungen.

Joanne Hsu, verantwortlich für die Studie, führte aus, dass die Zuwächse im Einkommen der privaten Haushalte bisher ein Garant für die Stabilität der Konsumausgaben waren. Sie warnt jedoch vor einer potenziellen Zurückhaltung in den Ausgaben der Verbraucher, sollte sich die Hoffnung auf anhaltenden Beschäftigungszuwachs weiter abschwächen.

Ein weiteres besorgniserregendes Signal setzt der Anstieg der Inflationserwartungen. Diese stiegen auf kurze Sicht von zuvor 3,2 Prozent auf nun 3,5 Prozent. Auch die langfristigen Inflationserwartungen klettern leicht von 3,0 auf 3,1 Prozent. Dies stellt eine gewisse Herausforderung für die US-Notenbank Fed dar, welche eine Zielinflation von zwei Prozent verfolgt und die prognostizierte Inflation maßgeblich in ihrer Geldpolitik berücksichtigt.

Die Universität Michigan führt diesen Indikator basierend auf einer stichprobenartigen Telefonumfrage unter rund 500 Haushalten durch. Der Fokus liegt dabei auf der Einschätzung der finanziellen Situation der Befragten sowie ihrer generellen Wirtschaftserwartungen und bildet somit eine zentrale Informationsquelle für zukünftige Marktentwicklungen.