13. Februar, 2026

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Vattenfalls Strategie zur Klimaneutralität: Ambitionierte Ziele in der Energiewende

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat ein ambitioniertes Vorhaben formuliert: Bis 2040 strebt das Unternehmen die komplette Klimaneutralität in seinem operativen Geschäft an. Im Rahmen eines Interviews betonte die Vorstandsvorsitzende Anna Borg die feste Entschlossenheit, diese bedeutenden Klimaziele zu erreichen, und verwies auf die bereits erzielten Fortschritte in der Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Seit 2017 ist es Vattenfall gelungen, die CO2-Emissionen um mehr als die Hälfte zu reduzieren – ein bemerkenswerter Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Klimaneutralität.

Zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie spielt die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien. Geplant sind Investitionen in Höhe von rund 15 Milliarden Euro bis 2030, die primär in den Bau neuer Windparks sowie in die Erweiterung der Netzinfrastruktur fließen sollen. Vattenfall hat es sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2040 im Vergleich zu 2017 um mindestens 90 Prozent zu reduzieren, was etwa 4,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente entspricht. Die unvermeidbaren Emissionen sollen durch gezielte Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden.

Ein integraler Bestandteil der Strategie von Vattenfall ist der schrittweise Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Bereits ab Mai 2024 wird das Unternehmen keine Kohle mehr zur Erzeugung von Strom und Wärme nutzen. Der Rückzug aus der Nutzung von Erdgas bis 2040 stellt jedoch eine größere Herausforderung dar, insbesondere im Hinblick auf die Versorgung von Haushaltskunden und Industrie, die stark von den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Branchen abhängt.

Laut zuletzt veröffentlichten Unternehmensdaten betreut Vattenfall gegenwärtig etwa 2,4 Millionen Gaskunden und 7,7 Millionen Stromkunden weltweit. Die derzeitige Stromerzeugung basiert zu 38 Prozent auf Kernenergie, 35 Prozent entfallen auf Wasserkraft und 18 Prozent auf Windenergie. Lediglich 9 Prozent der Energieerzeugung resultiert noch aus klimaschädlichen fossilen Energieträgern, was auf den erfolgreichen Abbau der Abhängigkeit von solchen Energiequellen hinweist.

Das Engagement von Vattenfall für den Klimaschutz ist eng in die weitreichende Geschäftsstrategie des staatlichen Konzerns integriert, der sich um eine Balance zwischen nachhaltiger Entwicklung und Rentabilität bemüht. Die Reduktion von Emissionen leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz, sondern ist auch wirtschaftlich vorteilhaft, da die Reduzierung der Treibhausgase potenzielle Kosten durch Zertifikate, Steuern und Langzeitfolgen mindern kann.

Vattenfalls Bestrebungen passen auch zu den klimapolitischen Zielen Schwedens und Deutschlands, die sich beide vorgenommen haben, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Der Konzern zeigt sich entschlossen, die Energiewende entscheidend mitzugestalten und als Vorreiter in der Branche der nachhaltigen Energieversorgung aufzutreten.