29. Februar, 2024

Politik

US-Zivilisten wird das Maß genommen: Biden und Blinken rufen Israel zu Mäßigung auf

US-Zivilisten wird das Maß genommen: Biden und Blinken rufen Israel zu Mäßigung auf

In einem scharfen Tonfall hat US-Präsident Joe Biden die israelischen Operationen im Gaza-Konflikt kritisiert. Mit nachdrücklichen Worten bezeichnete er das militärische Vorgehen gegen die islamistische Hamas als 'überzogen' und mahnte ein Ende der Notlage zahlreicher unschuldiger Menschen an. Bei einer Pressekonferenz, die ursprünglich innenpolitischen Fragen gewidmet war, äußerte sich Biden zu der eskalierenden Situation im Nahen Osten mit der Aufforderung, dass der Kreislauf von Gewalt und Leid durchbrochen werden müsse.

Auch Antony Blinken, der US-Außenminister, ließ bei seinem Besuch in Israel eine ungewohnte Strenge durchblicken. Während seiner Anwesenheit in Tel Aviv betonte er, dass die Erfahrungen Israels mit einem kürzlich durch die Hamas verübten Massaker nicht als Rechtfertigung für eigene Übergriffe auf andere herhalten dürften. Von Entmenschlichung sprach Blinken und forderte von den israelischen Behörden ein erhöhtes Engagement zum Schutze der Zivilisten. Durch seine Gespräche mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dessen Kabinettskollegen versuchte Blinken, die Notwendigkeit humanitärer Hilfsmaßnahmen zu unterstreichen.

Diese jüngsten Ansprachen seitens Washingtons sind Indizien für eine wachsende Frustration über die israelische Reaktion auf die diplomatischen Bestrebungen der USA, den Schutz der Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen zu intensivieren und die Lebensumstände dort zu verbessern. Vor dem Hintergrund des Massakers vom 7. Oktober, ausgeübt durch Terroristen der Hamas, hat Israel einen Krieg gegen die militante Gruppe im Gaza-Streifen begonnen. Dieser Krieg hat seine Schatten in Form hoher ziviler Opferzahlen und einer humanitären Krise über die palästinensische Zivilbevölkerung geworfen und damit international Kritik an Israels Taktik provoziert.