27. Mai, 2024

Politik

US verstärken Waffenlieferungen inmitten russischer Offensive in der Ukraine

US verstärken Waffenlieferungen inmitten russischer Offensive in der Ukraine

Die Vereinigten Staaten von Amerika, vertreten durch Außenminister Antony Blinken, intensivieren die Lieferung von Waffen und militärischem Gerät zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte. Dies geschieht als Reaktion auf die vermehrten russischen Angriffsoperationen im Nordosten der Ukraine, insbesondere in der Region um Charkiw. Blinken betonte während einer Pressekonferenz in Kyjiw die Bedeutung schneller Unterstützung und bestätigte die Bereitstellung von Munition, gepanzerten Fahrzeugen, Raketen und Luftabwehrsystemen zur dringenden Verstärkung der ukrainischen Verteidigungslinien.

Dem Ansturm russischer Truppen, die versuchen, ihr Territorium in der Nähe der Grenze zu erweitern und ukrainische Stellungen zu überrennen, wird nun entschlossen entgegentreten. Blinken bekräftigte, dass die Lieferungen dazu dienen, sowohl die Soldaten als auch die Zivilbevölkerung zu schützen. Um die Lage vor Ort persönlich zu überwachen, hält sich der Oberkommandierende der Ukraine, Oleksandr Syrskyi, in der Region Charkiw auf. Gemäß des Sprechers des Präsidenten, Serhiy Nykyforov, hat Präsident Wolodymyr Selenskyj alle bevorstehenden Auslandsreisen abgesagt, um sich auf die aktuelle Krise zu konzentrieren. Zusätzliche Kräfte wurden zur Verstärkung in den Nordosten entsendet, so das Büro des Präsidenten.

Erfolge zeigen sich in den ukrainischen Gegenoffensiven, beispielsweise konnte der Feind teilweise aus der Ortschaft Wowtschansk zurückgedrängt werden. Weiterhin widersprach der Generalstab der ukrainischen Armee den russischen Behauptungen einer Wiedereroberung Robotynes in der südlichen Region Saporischschja. Blinken nutzte seinen zweitägigen Besuch in Kyjiw, um eine neue Finanzierung in Form eines Verteidigungsunternehmensfonds in Höhe von 2 Milliarden Dollar anzukündigen. Dies ermöglicht der Ukraine den Kauf von Waffen auch aus anderen Ländern und Investitionen in die heimische Verteidigungsindustrie. Diese Art der Finanzierung wird normalerweise ausschließlich für US-amerikanische Waffen und Dienstleistungen verwendet. Ein Vertreter des US-Außenministeriums erläuterte, dass die Summe von 2 Milliarden Dollar sich aus einem Zusatzbudget zusammensetzt, welches vom Kongress nach sechsmonatiger Verzögerung bewilligt wurde, und zusätzlichen 400 Millionen Dollar aus bislang nicht zugewiesenen Mitteln.

'Jeder ukrainische Infanterist oder Artillerist, der mit allem Notwendigen versorgt ist, bedeutet einen Sieg für uns', erklärte Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine. Lieferverzögerungen oder unzureichende Ausrüstung würden hingegen die Erfolgschancen schmälern.