18. Juli, 2024

Wirtschaft

US-Staatsanleihen legen zu: Schwache Wirtschaftsdaten sorgen für Bewegung

US-Staatsanleihen legen zu: Schwache Wirtschaftsdaten sorgen für Bewegung

Die Kurse der US-Staatsanleihen haben am Mittwoch kräftig zugelegt, nachdem enttäuschende Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, auch bekannt als T-Note-Future, stieg um 0,44 Prozent auf 109,95 Punkte. Im Gegenzug sank die Rendite zehnjähriger Staatspapiere auf 4,36 Prozent.

Ausschlaggebend für den Kursanstieg waren schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten. Insbesondere die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in der vergangenen Woche stärker gestiegen, als Analysten prognostiziert hatten. Zudem zeigte sich, dass im Juni in der Privatwirtschaft weniger Stellen geschaffen wurden als angenommen. Diese Entwicklungen sind von besonderer Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, die den Arbeitsmarkt und die Lohnentwicklung genau überwacht, da diese sich direkt auf die Preisentwicklung auswirken können.

Auch der Dienstleistungssektor, der maßgeblich zur Wirtschaftsleistung der USA beiträgt, sendete negative Signale. Der viel beachtete Einkaufsmanagerindex ISM fiel stärker als erwartet und deutet nun auf eine Schrumpfung der Wirtschaftsaktivität hin. Weitere Belastung kam aus der Industrie, wo im Mai die Zahl neuer Aufträge zurückging. Insgesamt sprechen diese Daten eher für mögliche zukünftige Zinssenkungen durch die Fed, auch wenn der Preisdruck zuletzt hoch blieb.

Mit diesen konjunkturellen Schwächen rückt der Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird, verstärkt ins Zentrum der Beobachtung.