27. April, 2026

Märkte

US-Staatsanleihen erholen sich leicht: Positives Inflationssignal stützt Märkte

US-Staatsanleihen erholen sich leicht: Positives Inflationssignal stützt Märkte

Am vergangenen Freitag konnten US-Staatsanleihen erhebliche Kurszuwächse verbuchen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, der sogenannte T-Note-Future, verzeichnete einen Anstieg von 0,52 Prozent auf 109,17 Punkte. Dies führte zu einem Rückgang der Rendite für zehnjährige Papiere auf 4,49 Prozent.

Obwohl frische Konjunkturdaten aus den USA nur geringe Marktbewegungen verursachten, fielen die Konsumausgaben und das private Einkommen im November geringer aus als prognostiziert. Der von der US-Notenbank favorisierte Preisindex PCE stieg ebenfalls schwächer als erwartet. "Die heute veröffentlichten Inflationsdaten des PCE-Deflators zeichnen ein etwas erfreulicheres Bild für den November, als ursprünglich erwartet", erläuterte Constantin Lüer, Volkswirt bei der NordLB.

Der Anleihenmarkt wird weiterhin von den Zinsentscheidungen der US-Notenbank beeinflusst. Obwohl die Federal Reserve kürzlich den Leitzins zum dritten Mal in Folge senkte, signalisierten sie für das kommende Jahr weniger Zinssenkungen als bisher angenommen.

Diese gedämpften Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen hatten zur Wochenmitte erhebliche Auswirkungen auf die Renditen dies- und jenseits des Atlantiks und setzten die Anleihenkurse unter Druck. Der Anleihenmarkt hat sich von diesem Rückschlag jedoch bisher nur teilweise stabilisiert.