14. Juli, 2024

Technologie

US-Regierung erlässt Verbot für Kaspersky: Verstärkte Sicherheitsbedenken

US-Regierung erlässt Verbot für Kaspersky: Verstärkte Sicherheitsbedenken

Im Zuge einer umfassenden Untersuchung hat die US-Regierung die Entscheidung getroffen, die Verwendung der russischen Virenschutzsoftware Kaspersky zu untersagen. Diese Maßnahme soll bestehende Sicherheitsbedenken bezüglich der nationalen Sicherheit ausräumen, erklärte eine Unterbehörde des US-Handelsministeriums.

Ab dem 20. Juli dürfen Unternehmen und Verbraucher in den USA keine Kaspersky-Software mehr erwerben. Zudem wird es dem Unternehmen ab dem 29. September nicht mehr gestattet sein, Updates bereitzustellen, wodurch die Software weitgehend ineffektiv gegen neue Bedrohungen wird. Diese Übergangsfrist soll den Nutzern genügend Zeit geben, auf alternative Sicherheitssysteme umzusteigen, so das Büro für Industrie und Sicherheit.

Der Hintergrund des Verbots liegt in den potenziellen Cyberangriffs-Fähigkeiten der russischen Regierung und deren Einflussmöglichkeiten auf Kaspersky. Die Behörde warnt davor, dass die Software Informationen von amerikanischen Unternehmen und Bürgern sammeln könnte, die möglicherweise von der russischen Regierung missbraucht werden.

Kaspersky, einst ein weltweit anerkannter Spezialist für PC-Sicherheit, hat zunehmend Schwierigkeiten im Westen. In den USA ist die Installation der Software auf Behördenrechnern bereits seit 2017 verboten. Auch in Deutschland warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor deren Einsatz. Kaspersky bestreitet seit jeher jegliche Verbindungen zu russischen Geheimdiensten und wies alle Vorwürfe zurück.