17. Juli, 2024

Politik

US-Militär erhöht Sicherheitsstufe in Europa: Sorge vor russischen Sabotageakten

US-Militär erhöht Sicherheitsstufe in Europa: Sorge vor russischen Sabotageakten

Berichten zufolge hat das US-Militär auf seinen Stützpunkten in Europa die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Hintergrund sind Informationen, die auf mögliche von Russland unterstützte Sabotageakte hinweisen. Diese Einschätzung beruht auf Geheimdienstinformationen, die als alarmierend genug erachtet wurden, um zusätzliche Sicherheitsprotokolle zu implementieren.

Ende Juni erhöhte das Pentagon die Sicherheitsstufe auf mehreren US-Stützpunkten in Europa, darunter auch in Deutschland. Laut dem Nachrichtensender CNN wurde die zweithöchste Sicherheitsstufe, Force Protection Condition Charlie, ausgerufen. Diese Maßnahme deutet auf eine unmittelbar bevorstehende Terrorbedrohung hin, die auf vagen Drohungen aus Moskau basiert. Bereits kurz nach Bekanntwerden der Maßnahme hatte die New York Times berichtet, dass diese mit entsprechenden Drohungen aus Russland zusammenhängen könnte.

CNN zitierte einen hochrangigen NATO-Vertreter, wonach das Militärbündnis seinen Informationsaustausch zu Russlands verdeckten Sabotageaktivitäten in Europa deutlich intensiviert habe. Diese Aktivitäten hätten in den letzten Monaten merklich an Dreistigkeit und Aggressivität gewonnen. Die derzeit in verschiedenen westlichen Staaten stattfindenden Wahlen böten Russland eine erstklassige Gelegenheit, die öffentliche Unterstützung für die Ukraine zu untergraben.

Das US-Militärkommando für Europa (Eucom) mit Sitz in Stuttgart wollte sich nicht zu den genauen Hintergründen der Sicherheitsstufe äußern. Ein Sprecher betonte jedoch, dass die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen nicht auf eine einzelne Bedrohung zurückzuführen seien, sondern das Ergebnis einer Kombination von Faktoren darstellten, die die Sicherheit der US-Streitkräfte im europäischen Raum gefährden könnten.