25. Februar, 2024

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US-Arbeitsmarktdaten setzen Euro unter Druck – Dollarkurs profitiert

US-Arbeitsmarktdaten setzen Euro unter Druck – Dollarkurs profitiert

Der Euro musste am Freitag nach der Veröffentlichung positiver US-Arbeitsmarktzahlen Federn lassen. Der US-Dollar profitierte merklich von den robusten Daten, die den Euro im Tagesverlauf um etwa einen Cent auf 1,0797 US-Dollar fallen ließen. Die Zentralbank Europas hatte den amtlichen Referenzkurs zuvor auf 1,0883 US-Dollar festgelegt, was im Vergleich zum Vortag eine Aufwertung des Dollars bedeutet.

Die beeindruckenden Zahlen vom US-Arbeitsmarkt sprechen für einen guten Start ins neue Jahr und belegen eine deutlich dynamischere Entwicklung als vorhergesagt. Neben dem über den Erwartungen liegenden Stellenaufbau, war auch ein kräftiger Anstieg des Lohnwachstums zu verzeichnen, während die Arbeitslosenzahl auf einem niedrigen Level stagnierte. Laut Elmar Völker, einem Analysten der Landesbank Baden-Württemberg, zeigt dies eindrucksvoll die Stärke des Arbeitsmarktes in den USA. Diese Entwicklung könnte jedoch die Fed vor Sonderherausforderungen stellen, da ein prosperierender Jobmarkt mit steigenden Löhnen zusätzliche Inflationsrisiken mit sich bringt.

Der Experte sieht die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende durch die Fed im März nun bei nahezu null und geht eher von einer möglichen Anpassung im Juni aus. Die Erwartung anhaltend straffer amerikanischer Geldpolitik führte zu einer merklichen Stärkung des US-Dollars im Vergleich zu fast allen anderen Hauptwährungen und setzte den Euro entsprechend unter Druck.

Neben dem US-Dollar legte die Europäische Zentralbank auch die Referenzkurse für den Euro gegenüber anderen maßgeblichen Währungen fest: 0,85263 britische Pfunde, 159,58 japanische Yen und 0,9315 Schweizer Franken wurden als Wechselkurse bestimmt. Das Edelmetall Gold erlebte einen Rückgang und wurde in London am Nachmittag mit 2032 US-Dollar je Feinunze gehandelt, was einem Rückgang von ca. 23 US-Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.