22. Februar, 2024

Wirtschaft

US-Arbeitsmarkt im Aufschwung – Positive Signale trotz Inflationsrisiken

US-Arbeitsmarkt im Aufschwung – Positive Signale trotz Inflationsrisiken

Ein bemerkenswerter Start ins neue Jahr für den US-Arbeitsmarkt: Mit einem unerwartet kräftigen Stellenaufbau und einem merklich angestiegenen Lohnwachstum präsentiert sich die Wirtschaft zuversichtlich, während die Arbeitslosenzahlen auf einem niedrigen Niveau verharren. Diese positive Entwicklung birgt jedoch auch Herausforderungen für die US-Notenbank Fed, die sich aufgrund des robusten Jobmarktes mit steigenden Löhnen mit potenziellen zusätzlichen Inflationsgefahren konfrontiert sieht.

Parallel zu den erfreulichen Nachrichten aus Arbeitsmarkt gewinnt auch das Verbrauchervertrauen in den USA an Fahrt. Das Konsumklima, ermittelt durch die Universität Michigan, konnte im Januar einen spürbaren Anstieg verzeichnen, was auf eine fortgesetzte Verbesserung der Stimmungslage der Verbraucher hindeutet.

Währendessen verzeichnet auch die Industrie in den USA ein leichtes Plus bei den Auftragseingängen, was die Erwartungen der Analysten bestätigt und einen Stabilität im Sektor suggeriert trotz eines geringeren Wachstums im Vergleich zum Vormonat.

In Deutschland hingegen zeichnet der Maschinenbausektor ein weniger optimistisches Bild. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) meldet einen signifikanten Rückgang des Auftragseingangs, was auf eine Verunsicherung in den Hauptabsatzmärkten – Europa, USA und China – und eine schwächer werdende Weltkonjunktur zurückzuführen ist. Die Hoffnung auf eine baldige Trendwende bleibt aus.

In Sachen globaler Ökonomie sendet auch der Internationale Währungsfonds (IWF) Signale aus Washington: China sieht sich durch eine fortwährende Immobilienkrise und eine gedämpfte ausländische Nachfrage belastet, die das Wachstum der Wirtschaft 2024 im Vergleich zum Vorjahr verlangsamen dürften.

Ein politischer Vorstoß ergibt sich aus Berlin, wo Entwicklungsministerin Svenja Schulze auf das geplante EU-Lieferkettengesetz hinweist und sich für klare politische Rahmenbedingungen ausspricht, die dazu dienen sollen, Kinderarbeit und Menschenrechtsverletzungen aus den weltweiten Produktionsketten zu eliminieren.

Frankreich hingegen kann sich über eine Steigerung der Industrieproduktion am Ende des Jahres 2023 freuen, was die Erwartungen der Analysten deutlich übertrifft und möglicherweise auf eine robuste Konjunktur im Land hindeutet.