13. April, 2024

Märkte

US-Anleiherenditen klettern nach harten Fed-Kommentaren

US-Anleiherenditen klettern nach harten Fed-Kommentaren

An den US-Finanzmärkten zollten Staatsanleihen am Donnerstag den jüngst erzielten Kursgewinnen Tribut. Investoren erlebten einen Rücksetzer beim Future für zehnjährige US-Anleihen, welcher um 0,17 Prozent auf 110,69 Punkte nachließ. Korrespondierend dazu erhöhte sich die Rendite der zehnjährigen Staatspapiere auf 4,21 Prozent, was die Erwartungen der Marktteilnehmer auf eine straffere Geldpolitik untermauerte.

Als Hauptantrieb für die nachgebenden Bondpreise galten die Kommentare von Christopher Waller, einem Fed-Direktor mit hawkishen Grundzügen, der am Vorabend Öffentlichkeit und Märkte adressierte. Waller zeichnete ein Bild monetärer Standfestigkeit und deutete an, dass eine Senkung der Leitzinsen keineswegs eine beschlossene Sache sei. Neue Wirtschaftsdaten, so der Fed-Vertreter, stützen nicht die Argumentation für eine Zinspause oder gar -senkung im laufenden Jahr. Vielmehr müssten die Inflationszahlen über einige Monate hinweg eine positive Entwicklung zeigen, bevor eine Lockerung der Zinspolitik erwogen werden könne. Waller, bekannt für seine Präferenz für eine stringente Geldpolitik, hob ebenso die Vitalität der US-Wirtschaft und eine anhaltend dynamische Joblandschaft hervor.

Frische Konjunkturzahlen untermauerten die Thesen Wallers. Eine Revision offenbarte ein stärkeres Wachstum der US-Wirtschaft zum Ende des Vorjahres als zuvor angenommen. Zudem gab es einen leichten Rückgang bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Im weiteren Tagesverlauf sollten zudem neue Einblicke in das Konsumentenvertrauen gewonnen werden, wenn die Universität Michigan ihr Konsumklima veröffentlicht.

Die robuste Verfassung der US-Wirtschaft spiegelte sich ebenfalls in der Entscheidung der Ratingagentur S&P wider, welche die Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten erneut mit "AA+" auszeichnete und einen stabilen Ausblick bescheinigte.