28. Februar, 2024

Märkte

US-Anleihen im Aufwind: Arbeitsmarktschwäche stärkt Bundesanleihen

US-Anleihen im Aufwind: Arbeitsmarktschwäche stärkt Bundesanleihen

In einer bemerkenswerten Entwicklungsphase haben die US-Staatsanleihen am Donnerstag eine deutliche Aufwertung erfahren. Der Handel verzeichnete einen Anstieg des Terminkontrakts für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) um ansehnliche 0,50 Prozent, wodurch sich das Niveau auf 112,89 Punkte anhob. Infolge dessen gab die Rendite auf ein bemerkenswertes Maß von 3,86 Prozent nach.

Zu den Stützpfeilern dieses Aufwärtstrends gehörten vor allem unerwartet schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt, die eine starke Nachfrage nach den als sicher geltenden Staatspapieren begünstigten. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg überraschend an, ein Umstand, der Anleger in die vermeintlich sichereren Anlageformen trieb. Ebenso überraschend war die Verlangsamung des Anstiegs der Lohnstückkosten im letzten Jahresquartal, die hinter den Analystenprognosen zurückblieb.

Die Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichts der US-Regierung, die für diesen Freitag anberaumt ist, sorgt für zusätzliche Spannung im Marktgeschehen.

Bei der Formulierung ihrer Zinspolitik legt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ein besonderes Augenmerk auf die Inflations- und Wirtschaftsentwicklung sowie die Lage am Arbeitsmarkt. Trotz der Tendenz zur Abschwächung der Inflation in den letzten Monaten und der Beibehaltung des Leitzinses durch die Fed auf einem hohen Niveau am Mittwoch, prognostizieren einige Ökonomen für das laufende Jahr potenzielle Zinssenkungen. Auch wenn Fed-Chef Jerome Powell Zinssenkungen für März als unwahrscheinlich erachtet, mehren sich Stimmen, die im Jahr 2024 mit einer Zinssenkung rechnen. Die aktuelle Schwächephase des Arbeitsmarktes könnte diese Erwartung untermauern, da sie tendenziell zu einem Nachlassen des Preisdrucks führen dürfte.