27. Mai, 2024

Wirtschaft

Urlaubstipp: Tanken im Ausland – Hier sparen Reisende bares Geld

Urlaubstipp: Tanken im Ausland – Hier sparen Reisende bares Geld

Wer mit dem Auto die Pfingstferien im Ausland verbringt, kann die Haushaltskasse schonen, indem er gezielt über die Spritpreise informiert in die Ferien startet. Besonders lohnend ist dies bei Fahrten in südliche und östliche Nachbarländer Deutschlands, wie aus den aktuellen Daten der EU-Kommission zu Spritpreisen hervorgeht. Bei einer Standardfüllmenge von 50 Litern ergeben sich dort teils deutliche Einsparungen, die mehr als 15 Euro betragen können.

Einen Umweg wert könnte die Fahrt nach Polen sein, wo sich mit dem preisgünstigsten Benzin unter Deutschlands Nachbarn sparen lässt. Pro Liter Super E5 ist der Kraftstoff dort etwa 32 Cent billiger. Auf den Fersen ist ihnen Tschechien mit einem Preisvorteil von 27 Cent. Nicht nur bei Benzin, sondern auch bei Diesel punkten beide Länder: In Polen und Tschechien kostet der Liter Diesel rund 11 bzw. 13 Cent weniger. Wer seine Route weiter nach Ungarn oder in die Slowakei ausrichtet, kann ebenfalls aufatmen. Die Ersparnis beträgt hier beim Benzin 27 bzw. 22 Cent, beim Diesel 9 bzw. 13 Cent pro Liter.

Auch für Reisende nach Süden hat Österreich ein freundliches Angebot: Hier kostet Benzin 22 Cent weniger, Diesel ungefähr 5 Cent. Obgleich die Schweiz keine aktuellen Daten an die EU-Kommission geliefert hat, indizieren Informationen des Touring Club Schweiz, dass das Benzin dort etwa 2 bis 3 Cent teurer, Diesel jedoch um 31 Cent teurer ist als in Deutschland.

Italiensehnsüchtige sollten den Rat beherzigen, den Tank noch in Österreich aufzufüllen, da in Italien Benzin und Diesel mit 3 bzw. 11 Cent Aufschlag zu Buche schlagen. Anders verhält es sich bei einem Abstecher nach Slowenien oder Kroatien: Hier lockt das Benzin mit einem Preisvorteil von 30 bzw. 26 Cent pro Liter, auch Diesel ist mit einem Minus von 11 bzw. 7 Cent gegenüber Deutschland attraktiver.

In Richtung Westen müssen deutsche Autofahrer tiefer in die Tasche greifen. Frankreich und die Niederlande verlangen für Benzin einen Aufpreis von 5 bzw. 19 Cent, für Diesel 7 bzw. 10 Cent. Belgien präsentiert sich uneinheitlich: Während Benzin 13 Cent günstiger ist, zieht Diesel mit 8 Cent Mehrkosten an. Eine lobenswerte Ausnahme bildet Luxemburg, wo Benzin 26 Cent und Diesel 18 Cent unter dem deutschen Preisniveau angesiedelt sind.

Der Norden Europas präsentiert sich eher als Hochpreisregion. In Dänemark steigt der Preis für Benzin um 18 Cent, für Diesel um 4 Cent an. Wer jedoch bis nach Schweden fährt, kann aufgrund einer Steuersenkung zum Jahreswechsel beim Diesel sparen. Dort lockt Benzin mit 24 Cent Preisvorteil und Diesel mit einem Minus von 11 Cent.

Die genannten Preisunterschiede basieren auf Angaben der EU-Kommission per 6. Mai, abgesehen von den schweizerischen Daten. Es ist zu beachten, dass die Preisänderungsdynamik im Vergleich zu den eigentlichen Preisen meist langsamer ist. Die größten Einflussfaktoren auf Preisunterschiede sind Steuern und Abgaben. Zudem variieren die Spritpreise an Tankstellen je nach Region und Tageszeit erheblich. Insbesondere an Autobahnen muss oft tiefer in die Tasche gegriffen werden als an Landstraßen.