24. Mai, 2024

Wirtschaft

Unter den 20.000 Filialen: Bank-Architektur im Wandel

Unter den 20.000 Filialen: Bank-Architektur im Wandel

Die deutsche Bankenlandschaft durchläuft eine markante Metamorphose. Zum Jahreswechsel unterbot die Anzahl der mit Personal besetzten Bankfilialen erstmalig die Schwelle von 20.000. Aktuellen Bundesbank-Daten zufolge waren es deutschlandweit 19.501 Filialen – ein Minus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die anhaltende Ausbreitung des Online-Bankings und der Druck zu Kosteneinsparungen formen die Geschäftspolitik der Finanzinstitute entscheidend.

Der Wandel des Kundenverhaltens, der sich in einer verstärkten Nutzung von Online- und App-Angeboten niederschlägt, zwingt die Geldhäuser zu einem strategischen Rückzug aus dem kostspieligen Filialgeschäft. Doch finden sie kreative Wege, ihre Präsenz zu wahren – von Videoberatungen über Beratungscenter mit Samstagsöffnung bis zu mobilen Sparkassen-Bussen und institutsübergreifenden Filialteilungen.

Es zeigt sich ein leichter Rückgang im Abbautempo der Filialen. Die Anzahl geschlossener Zweigstellen sank im Vergleich zu den Spitzenwerten der Corona-Jahre 2021 und 2022, als Schließungen auch durch die Pandemie-bedingte Akzeleration des digitalen Bankgeschäfts anstiegen. Aus der Bundesbank-Statistik fallen reine Automatenstandorte heraus.

Die Sparkassen und Landesbanken führten Ende des letzten Jahres weiterhin das Feld mit 7.104 Filialen an, während es bei den Genossenschaftsbanken, die Volks- und Raiffeisenbanken umfassen, 6.588 waren. Zudem trugen 52 Fusionen, vornehmlich im genossenschaftlichen Bereich, zu einer Reduktion der Kreditinstitute um 55 auf nunmehr 1.403 Einrichtungen bei.