18. Juli, 2024

Wirtschaft

Underberg: Rückgang beim Umsatz trotz gestiegener Preise

Underberg: Rückgang beim Umsatz trotz gestiegener Preise

Der traditionsreiche Kräuterschnaps-Hersteller Underberg hat trotz Preissteigerungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 weniger Umsatz erzielt. Das Familienunternehmen meldete einen Gesamterlös von 142 Millionen Euro – 3 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) konnte durch Kostensenkungsmaßnahmen jedoch von 11,6 auf 12,8 Millionen Euro gesteigert werden.

Vergleicht man diese Zahlen mit früheren Ergebnissen, zeigt sich, dass Underberg schon bei ähnlichen Umsätzen profitabel agierte. Im Geschäftsjahr 2021/22 wurde bei einem Umsatz von 141 Millionen Euro ein Nettogewinn von 4,4 Millionen Euro erzielt, wie ein Blick in den Bundesanzeiger verrät.

"Die Kunden in Deutschland und weiteren Märkten sind weiterhin recht zurückhaltend", erklärte Vorstandssprecher Michael Söhlke. Er führte weiter aus, dass die notwendigen Preiserhöhungen den Absatz gebremst haben. Trotzdem blickt der Manager zuversichtlich in die Zukunft und sieht das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr, das im April begonnen hat, im Plan.

Underberg, das im Eigentum der Gründerfamilie steht, produziert nicht nur den berühmten Kräuterbitter in Rheinberg, sondern auch den Weinbrand Asbach Uralt in Rüdesheim am Rhein. An beiden Standorten sind jeweils etwa die Hälfte der insgesamt 240 Mitarbeitenden beschäftigt. Im Wettbewerbsumfeld zählt die Kräuterlikör-Firma Mast-Jägermeister zu den Hauptkonkurrenten.