25. Februar, 2024

Politik

UN warnt vor Eskalation im Gazastreifen: Militärschlag gegen Rafah befürchtet

UN warnt vor Eskalation im Gazastreifen: Militärschlag gegen Rafah befürchtet

Die Spannungen in Nahost könnten eine neue Stufe der Eskalation erreichen, da Berichte über eine mögliche israelische Militäroperation in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens immer mehr Besorgnis hervorrufen. António Guterres, UN-Generalsekretär, hat in einer eindringlichen Botschaft auf der sozialen Nachrichtenplattform X die Weltöffentlichkeit auf die drohende humanitäre Katastrophe hingewiesen. Mit Nachdruck betonte Guterres die prekäre Lage der in Rafah ausharrenden Bevölkerung: Über eine Million Palästinenser seien dort ohne Fluchtoption eingeschlossen, eine erschreckende Vorstellung, sollte die israelische Armee ihre angedrohte Offensive tatsächlich umsetzen.

Die zunehmende Verdichtung der Menschenmasse in Rafah, eine Stadt, die vor dem Konflikt eine Einwohnerzahl von circa 200.000 verzeichnete, zeichnet ein beängstigendes Bild. Die Flüchtlinge, die vormals in anderen Bezirken des Gazastreifens ansässig waren, riskieren nun, bei einem Militärschlag in die Schusslinie zu geraten. Eine solch gravierende Aktion auf israelischer Seite könnte auch Ägypten unwiderruflich in die Krisensituation hineinziehen, da die halbautonome Halbinsel Sinai als Zufluchtsort dienen könnte.

Die jüngsten Entwicklungen umfassen Luftangriffe und Panzerfeuer gegen östliche Gebiete von Rafah, wie 'The Times of Israel' berichtete, und bringen das Gebiet einem Siedepunkt näher. Auch aus den USA kommen warnende Worte: John Kirby, Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, adressierte die Brisanz der Lage und sprach sich deutlich gegen eine militärische Operation aus. Das Vorgehen würde katastrophale Auswirkungen für die Zivilbevölkerung haben und könne von den Vereinigten Staaten nicht unterstützt werden.

Die internationale Gemeinschaft bleibt somitangesichts der Nachrichten aus Israel und dem Gazastreifen im Bann der Unsicherheit und hofft auf eine diplomatische Lösung zugunsten der Zivilisten, deren Schicksal auf dem Spiel steht.