29. Februar, 2024

Politik

UN-Bericht enthüllt: Humanitäre Hilfe für Gaza massiv behindert

UN-Bericht enthüllt: Humanitäre Hilfe für Gaza massiv behindert

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen OCHA schlägt Alarm: Humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen wird durch israelische Militäraktionen drastisch eingeschränkt. In einer offenbar besonders schwierigen Koordinierungslage hat die Organisation festgestellt, dass zahlreiche, für das Überleben der Menschen kritische Lieferungen und Hilfsmissionen behindert oder sogar verweigert wurden.

Einblick in einen ernsthaften Konflikt: Von 76 für den Norden Gazas geplanten Hilfskonvois und Delegationsbesuchen zur Bedarfsermittlung genehmigten israelische Behörden seit dem Jahresbeginn weniger als die Hälfte. Etwa ein Fünftel dieser Konvois wurden behindert, zwei nur teilweise zugelassen. Lediglich zwölf Missionen konnten ohne Komplikationen durchgeführt werden, weitere neun mussten durch die Hilfsorganisationen selbst verschoben werden.

Die Situation im Süden des Gazastreifens scheint nicht wesentlich besser. Dort mussten 172 geplante Hilfsmissionen mit dem israelischen Militär abgestimmt werden, 41 davon wurden abgelehnt. Es ist zu erwähnen, dass Lieferungen ohne militärische Abstimmungen, die ebenfalls stattgefunden haben, in dieser Statistik nicht berücksichtigt sind.

Zu den lebensnotwendigen Lieferungen gehörte auch die Bereitstellung von Treibstoff für das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis. Nach sieben Tagen vergeblicher Anstrengungen gelang es dem OCHA schließlich, die Lieferung am vergangenen Freitag zu vollziehen.

Martin Griffiths, der Leiter des UN-Hilfswerks, mahnte auf der Plattform X zur unermüdlichen Hilfe: Die Menschen in Gaza leiden unter unbeschreiblichen Qualen und Mangelzuständen. Ihre Not sei groß wie nie und die Fähigkeit, ihnen zu helfen, sei noch nie so gefährdet gewesen. Es sei essentiell, ihnen einen Funken Hoffnung zu bieten.