24. Juni, 2024

Politik

Ukraine sucht nachhaltige Lösungen für Militärausbildung im eigenen Land

Ukraine sucht nachhaltige Lösungen für Militärausbildung im eigenen Land

Die Ukraine, die sich aktuell gegen eine russische Invasion zur Wehr setzt, strebt Veränderungen in der Ausbildung ihrer Streitkräfte an. Kiew bevorzugt es nun, die Ausbildung ihrer Soldaten nicht mehr im Ausland, sondern im eigenen Land durchführen zu lassen. Das Verteidigungsministerium des Landes bestätigt Verhandlungen mit Frankreich und weiteren Nationen bezüglich des Einsatzes ausländischer Militärausbilder und einer entsprechenden Mission in der Ukraine. Die vorherige Bekanntgabe, dass eine solche Entscheidung mit Frankreich bereits gefallen sei, wurde korrigiert: Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen.

Die Anpassung der Ausbildungsstrategie findet statt vor dem Hintergrund, dass es für die Ukraine einfacher und kosteneffektiver sein würde, Soldaten im eigenen Land zu schulen. Durch die direkte Trainingsmöglichkeit im eigenen Land könnten schnell große Kontingente neu rekrutierter Soldaten ausgebildet werden, um den Personalengpässenbeizukommen. Der ukrainische Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj hatte angenommen, die Entsendung franzöischer Ausbilder stehe kurz bevor und sprach von entsprechenden Dokumenten, die er unterzeichnet hätte. Das Verteidigungsministerium relativierte diese Aussage jedoch und erklärte, dass derzeit an der Vorbereitung relevanter Dokumente gearbeitet werde, um jegliche bürokratische Verzögerungen zu umgehen, sobald die Entscheidung fällt.

Das Ziel ist es, die Auslandsausbildung der ukrainischen Streitkräfte zu substituieren und somit eine nachhaltigere und effizientere Verteidigungsstruktur im eigenen Land zu schaffen. Die Unterstützung der westlichen Verbündeten, sei es durch Waffenlieferungen oder Ausbildungsprogramme, bleibt weiterhin ein wesentlicher Faktor in der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegenüber Russland.