24. Juli, 2024

Politik

Ukraine bereitet sich auf Stromimporte aus der EU vor

Ukraine bereitet sich auf Stromimporte aus der EU vor

Die ukrainische Regierung reagiert auf die anhaltenden russischen Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur mit einer bedeutenden Maßnahme: Kiew plant den Import von Strom aus der Europäischen Union, um die Versorgungssicherheit im Land zu gewährleisten. Diese Ankündigung erfolgte nach einem Bericht von Regierungschef Denis Schmyhal zur aktuellen Lage der Energieversorgung.

Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich in seiner abendlichen Videobotschaft zuversichtlich über die bevorstehenden Stromimporte und dankte den europäischen Nachbarn für deren Unterstützung. „Wir entscheiden uns jetzt voll und ganz für das mit der EU vereinbarte Importvolumen, und ich bin allen unseren Nachbarn für diese Hilfe dankbar“, so Selenskyj. Die Regierung arbeite an der Ausgestaltung der entsprechenden Abkommen, um diese europäische Lösung bald umsetzen zu können.

In einer klaren Aufforderung wandte sich Selenskyj zudem an das Energieministerium, die ukrainische Bevölkerung täglich über den Fortschritt im Energiesektor, aktuelle Defizite und die Maßnahmen zur Behebung dieser Defizite zu informieren. Dies solle zur Transparenz und einem besseren Verständnis der aktuellen Lage beitragen.

Seit Monaten zielt das russische Militär gezielt auf die energetische Infrastruktur der Ukraine, um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zu schwächen. Diese Angriffe haben die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit im Energiesektor deutlich gemacht und die Kooperation mit der EU auf eine neue Ebene gehoben.