29. Februar, 2024

Wirtschaft

UBS verschärft Sparmaßnahmen nach Credit-Suisse-Akquisition

UBS verschärft Sparmaßnahmen nach Credit-Suisse-Akquisition

Im Licht der Übernahme seiner ehemaligen Konkurrentin Credit Suisse verkündete die UBS, in den nächsten Jahren eine deutliche Kostensenkung anzustreben. Unter der Leitung von CEO Sergio Ermotti strebt das größte Finanzinstitut der Schweiz an, bis 2026 Einsparungen in Höhe von etwa 13 Milliarden US-Dollar zu realisieren, wie aus der jüngsten Jahresbilanzpräsentation hervorgeht. Trotz der Bekanntmachung eines unerwarteten Rekordgewinns im Jahr 2023, profitierte die UBS-Aktie nicht von den Nachrichten und erlebte einen Kursrückgang von 2,7 Prozent im Zürcher Handel.

Die Fusion mit der Credit Suisse, die auf Druck der Schweizer Regierung und Zentralbank zustande kam, hat das Vermögen der UBS aufgestockt, was zu einem außerordentlichen Jahresüberschuss von 29 Milliarden Dollar führte. Der Gewinnsprung ist allerdings größtenteils auf einmalige Bilanzierungseffekte aus der Akquisition zurückzuführen. Im vergangenen Jahr musste die UBS jedoch Verluste einbuchen – allein im letzten Quartal belief sich das Minus vor Steuern auf 751 Millionen Dollar. Die Integration der Credit Suisse und negative Ergebnisse aus der Beteiligung an der Six Group belasteten die Bilanz.

Die bisherigen Sparanstrengungen zeigten dennoch Wirkung, denn die Bank konnte im Jahresvergleich bereits Einsparungen von rund 4 Milliarden Dollar erzielen. Die gemeinsame Zukunft der beiden Banken scheint nun gesichert, während rechtliche und operative Konsolidierungen bis Mitte 2024 bzw. Ende September dieses Jahres abgeschlossen werden sollen.

Neben den Sparbemühungen legt das Management ebenfalls ambitionierte Wachstumspläne dar, mit dem Ziel, das verwaltete Vermögen bis 2028 auf über 5 Billionen Dollar zu heben und erhöhte Renditen zu erzielen. Aktionäre sollen bereits in diesem Jahr von einer erhöhten Dividende profitieren, wobei für 2023 eine Ausschüttung von 70 US-Cent pro Aktie vorgeschlagen wird, was eine Steigerung von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Auch ein Rückkaufprogramm eigener Aktien ist geplant, das in der zweiten Jahreshälfte anlaufen und über das Niveau von 2022 hinausgehen soll – ein Vorhaben, das zeigt, dass die UBS trotz Krisenbewältigung und Umbaumaßnahmen optimistisch in die Zukunft blickt.