14. April, 2024

Wirtschaft

Turbulenzen bei Austrian Airlines: Tarifkonflikt führt erneut zu Flugausfällen

Turbulenzen bei Austrian Airlines: Tarifkonflikt führt erneut zu Flugausfällen

Im anhaltenden Tarifstreit bei Austrian Airlines, einer Tochtergesellschaft der deutschen Lufthansa, spitzt sich die Lage weiter zu. Die Airline sieht sich gezwungen, aufgrund einer Betriebsversammlung des Personals diesen Donnerstag 92 ihrer vorgesehenen Flüge zu streichen. Insgesamt sollten an diesem Tag 325 Verbindungen stattfinden, doch nun müssen die Kabinen geerdet bleiben und die rund 8000 von der Kürzung Betroffenen reisefertigen Passagiere andere Wege finden – glücklicherweise konnten sie von der Fluggesellschaft bereits umgebucht werden.

Während die Langstrecken von diesen Turbulenzen verschont bleiben, müssen Reisende bei den Kurz- und Mittelstreckenflügen mit weiteren kurzfristigen Veränderungen rechnen. Die Airline rät daher den Fluggästen, den aktuellen Flugstatus im Auge zu behalten.

Diese Flugausfälle sind die jüngsten in einer Reihe von Störungen, die durch den andauernden Disput um die Entlohnung des Bordpersonals entstanden sind. Erst kürzlich über die Osterfeiertage führte der Konflikt zum Ausfall von mehreren hundert Flügen. Austrian Airlines hatte eine Gehaltserhöhung von bis zu 18 Prozent vorgeschlagen, die 3500 Mitarbeiter in Kabine und Cockpit betreffen würde, was jedoch weit unter den Forderungen der Gewerkschaft vida liegt. Diese verlangt eine Gehaltssteigerung von bis zu 40 Prozent, mit der Absicht, die Entlohnung bei Austrian Airlines an das Gehaltsniveau im gesamten Lufthansa-Konzern anzugleichen.

Die kommenden Verhandlungen zwischen den streitenden Parteien sollen laut Ankündigung erst in der nächsten Woche weitergeführt werden. Gespräche auf verschiedenen Ebenen finden laut einer AUA-Sprecherin jedoch bereits statt. Der bisherige finanzielle Schaden durch den Konflikt wurde mit 24 Millionen Euro beziffert, was deutlich macht, wie dringend eine Einigung für beide Seiten geworden ist.