Das operative Ergebnis sprengt sämtliche Prognosen der Analysten
Der Reisekonzern TUI hat zum Jahresauftakt ein massives Ausrufezeichen gesetzt. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) kletterte auf 77,1 Millionen Euro und übertraf damit die Konsensschätzungen von 63 Millionen Euro signifikant. Dies markiert das stärkste erste Quartal seit der Fusion mit TUI Travel im Jahr 2014.
Während der Umsatz mit 4,9 Milliarden Euro stabil blieb, zeigt sich eine deutliche Steigerung der operativen Marge. Die Diskrepanz zwischen stabilem Umsatz und sprunghaft steigendem Gewinn verdeutlicht die gesteigerte Effizienz im Konzern. Das Management hat die Kostenstruktur offensichtlich erfolgreich optimiert.

Kreuzfahrten fungieren als der entscheidende Gewinntreiber im Portfolio
Besonders das Segment Cruises sticht hervor und liefert Rekordwerte. Das bereinigte EBIT in diesem Bereich schoss um 70,8 Prozent auf 82,3 Millionen Euro nach oben. Trotz einer Kapazitätserweiterung um 16 Prozent durch die „Mein Schiff Relax“ gelang es, die Auslastung weiter zu steigern.
Auch das Hotelgeschäft zeigte sich robust, musste jedoch externe Schocks verdauen. Ein Hurrikan auf Jamaika und fehlende Bewertungseffekte drückten das Ergebnis um rund 25 Millionen Euro. Dennoch erzielte die Sparte Hotels & Resorts ein beachtliches EBIT von 131,0 Millionen Euro, was die fundamentale Stärke des Segments unterstreicht.
„Die Reiselust der Kunden ist ungebrochen“
so das Fazit von Konzernchef Sebastian Ebel angesichts der Buchungslage für die kommenden Saisons.
Die Bilanzsanierung ebnet den Weg für eine neue Dividendenpolitik
Ein entscheidender Faktor für die Neubewertung der Aktie ist der massive Schuldenabbau. Die Nettoverschuldung wurde dank starkem Cashflow und vorzeitigen Tilgungen um 500 Millionen Euro auf 3,6 Milliarden Euro gesenkt. Die finanzielle Basis des Konzerns ist damit so solide wie seit Jahren nicht mehr.
Diese Entwicklung ermöglicht die Rückkehr zur Gewinnausschüttung. TUI schlägt eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie für 2025 vor. Strategisch relevanter ist die langfristige Zusage: Ab 2026 sollen 10 bis 20 Prozent des bereinigten Ergebnisses an die Aktionäre fließen.


