Die geplante Anhebung der US-Schuldenobergrenze durch den designierten Präsidenten Donald Trump erfährt unerwarteten Widerstand aus den eigenen Reihen. 38 republikanische Mitglieder des Repräsentantenhauses verweigerten dem entsprechenden Gesetzespaket ihre Unterstützung. Zu ihnen gehört unter anderem die Abgeordnete Nancy Mace, die erklärte, dass ohne Reformen zur Eindämmung unnötiger Ausgaben eine temporäre Aussetzung der Schuldenobergrenze unverantwortlich sei, da das nationale Schuldenkonto bereits 36 Billionen Dollar übersteige.
Trumps Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der er auch in Erwägung zieht, weitere Steuersenkungen einzuführen, was die Staatsverschuldung in den nächsten zehn Jahren um zusätzliche 4 Billionen Dollar belasten könnte. Mit Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk und dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Vivek Ramaswamy sucht er nach Wegen, die Staatsausgaben zu reduzieren.
Der interne Widerstand zeigt sich besonders in konservativ geprägten Wahlkreisen in Staaten wie West Virginia, South Carolina und Texas. Trotz der parteiinternen Kritik bleibt Trump unnachgiebig und droht damit, im Vorfeld der Wahlen 2026 Gegenkandidaten zu unterstützten, die gegen die "blockierenden Republikaner" antreten. Chip Roy, ein weiterer von den 38 Gesinnungsgenossen, bestand auf einem konkreten Sparplan als Bedingung für eine Anhebung der Schuldenobergrenze.
Die Situation erhöht den Druck auf den republikanischen Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Er versucht, einen Ausweg aus der Krise zu finden, bevor es zu einem drohenden Regierungsstillstand kommt. Die Auseinandersetzungen über die Schuldenobergrenze sind seit langem ein politischer Zankapfel in Washington und bedrohen das Land mit der Gefahr eines katastrophalen Zahlungsausfalls, der globale Märkte erschüttern könnte.