19. Mai, 2024

Wirtschaft

Trübe Aussichten: US-Verbraucherstimmung fällt auf Tiefstand, deutsche Elektroindustrie verzeichnet Auftragsminus

Trübe Aussichten: US-Verbraucherstimmung fällt auf Tiefstand, deutsche Elektroindustrie verzeichnet Auftragsminus

Die Zuversicht auf amerikanischen Konsumentenboden bröckelt: Das Konsumklima hat sich im Mai unerwartet stark verschlechtert. Laut der Ersterhebung der Universität Michigan sank der entsprechende Index um beachtliche 9,8 Punkte auf 67,4 Zähler und erreichte somit den niedrigsten Wert seit November 2023. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 76,2 Punkte gesetzt. Betroffen waren vornehmlich Erwartungshaltung und Lagebeurteilung der Verbraucher.

Währenddessen präsentiert sich der Industrie-Sektor in Italien von einer ähnlich tristen Seite; das Istat-Institut vermeldet für März einen Produktionsrückgang um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, trotz Prognosen für einen Anstieg. Das erste Quartal schließt damit mit einem Minus von 1,3 Prozent in der Herstellung ab.

In Deutschland sieht sich die Elektro- und Digitalbranche mit einem gewichtigen Rückgang der Neuaufträge konfrontiert. Der Branchenverband ZVEI lässt verlauten, dass diese im März um 17,8 Prozent sanken – ein Negativrekord der letzten vier Jahre.

Doch aus Großbritannien wehen Hoffnungsschimmer über den Kanal: Nach einer Phase der technischen Rezession wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal um 0,6 Prozent – ein stärkerer Anstieg als die von Analysten vorhergesagten 0,4 Prozent.

Unterdessen signalisieren europäische Firmen eine beunruhigende Stimmungswende in Bezug auf China: Laut der Geschäftsklimaumfrage der EU-Handelskammer in Peking blicken 23 Prozent pessimistisch auf die kommenden Wachstumschancen, während die Optimisten auf einen neuen Tiefpunkt von 32 Prozent gesunken sind.

Auf politischer Bühne intensiviert die Ukraine ihr Streben nach europäischer Integration. Präsident Wolodymyr Selenskyj appelliert an die EU, mit Beitrittsgesprächen zu beginnen. Die deutschen Freidemokraten wiederum treten dafür ein, die Verteidigungsausgaben nicht aus der Schuldenbremse zu lösen, sondern Budgetprioritäten neu zu ordnen.