25. Februar, 2024

Wirtschaft

Trotz Streikwelle: Eurowings hält Flügel in Bewegung

Trotz Streikwelle: Eurowings hält Flügel in Bewegung

Inmitten der alarmierenden Streikankündigungen der Gewerkschaft Verdi für diesen Mittwoch, zeichnet sich bei der Lufthansa-Tochter Eurowings ein Bild stoischer Gelassenheit ab. Das Unternehmen steht fest zu seinem Versprechen, sein Flugprogramm planmäßig zu absolvieren und möchte dadurch für seine Fluggäste ein verlässlicher Partner bleiben. Das Vertrauen darauf, nicht unmittelbar von dem angekündigten Arbeitskampf beeinträchtigt zu sein, nährt sich aus der guten Vorbereitung und dem autarken Betriebskurs der Fluglinie.

Obschon die Tochter nicht direkt im Strahlungskreis des Warnstreiks liegt, der die Mutter Lufthansa mit vehementer Verringerung des Flugangebots trifft, zeigen sich Verantwortliche bei Eurowings aufmerksam gegenüber den spürbaren Wellen, die der Streik auch zu ihnen schwappen könnte. Insbesondere die Abhängigkeit von Serviceleistungen der Lufthansa-Gruppe hat das Augenmerk des Managements, denn zum Beispiel in Düsseldorf werden Eurowings-Flieger durch den von Streik betroffenen Lufthansa Engineering and Operational Services (Leos) zu ihren Startpositionen geleitet. Jedoch sieht das Unternehmen diese Eventualität gelassen entgegen und verweist auf Alternativen vor Ort.

Nichtsdestotrotz warnt Eurowings vor potenziellen Einzelfällen von Unregelmäßigkeiten, die als Kollateralschäden des Ausstandes auftreten könnten. Dabei liegt der Fokus auf den externen Dienstleistern, die außerhalb von Düsseldorf, beispielsweise am bedeutenden Lufthansa-Drehkreuz München, die Prozesse unterstützen – ein Umstand, der die Auswirkungen des Streiks für die Airline womöglich minimiert.

Die Muttergesellschaft hingegen sieht sich genötigt, ihr Flugprogramm am Mittwoch drastisch um bis zu 90 Prozent zu reduzieren, wobei die Flughäfen Frankfurt und München nur einen Bruchteil ihrer üblichen Fluganzahl aufrechterhalten können. Die Flugreisenden sehen sich daher mit einem stark beeinträchtigten Reiseverkehr konfrontiert, wobei die Verdi den Ausstand auf exklusiv Lufthansa-eigene Gesellschaften beschränkt.

In der Zwischenzeit bleibt die Geschäftswelt gespannt, wie sich die Streikwirkungen langfristig auf den Luftverkehr und die Kundenzufriedenheit auswirken werden.