25. Februar, 2024

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Triton peilt mit Renk-Börsengang einen Erlös von 450 Millionen Euro an

Triton peilt mit Renk-Börsengang einen Erlös von 450 Millionen Euro an

Mit einem neuen Ansatz wagt sich die Investmentgesellschaft Triton voran, um die einst dem Volkswagen-Konzern angehörende Renk Group an den Finanzmarkt zu führen. Diesmal setzen die Finanzstrategen auf eine direkte Anbindung an institutionelle Investoren durch eine Privatplatzierung. Die Spezialisten für Antriebstechnologie und Rüstungsindustrie sollen dabei bis zu 30 Millionen Aktien zum Stückpreis von 15 Euro offerieren. Zwei große Namen im Investorengremium, der Waffenproduzent KNDS und der Finanzmanager Wellington Management Company, bezeugen bereits mit substantiellen Investments von 100 beziehungsweise 50 Millionen Euro ihr Vertrauen in das Augsburger Unternehmen.

Von dem beabsichtigten Börsengang erhofft sich Triton eine Bruttoeinnahme von etwa 450 Millionen Euro. Abzüglich aller anfallenden Kosten bleibt voraussichtlich ein Nettoerlös von circa 369 Millionen Euro. Die Pläne im Oktober für ein öffentliches Angebot hatten noch unter ungünstigen Marktkonditionen gelitten und wurden deshalb nicht realisiert. Das nun eingeschlagene beschleunigte Bookbuilding-Verfahren soll das Zünglein an der Waage sein und bereits an diesem Mittwoch mit dem Aktienhandel auf dem regulierten Markt der Frankfurter Börse Resonanz finden.

Der Abverkauf an Triton vor drei Jahren markiert einen deutlichen Wendepunkt für Renk, der nun mit der neuen Ausrichtung bis zu 30 Prozent der Unternehmensanteile an der Börse sehen könnte. Das ergibt eine Gesamtbewertung des Spezialgetriebeherstellers von rund 1,5 Milliarden Euro und deutet auf eine zukunftsorientierte Finanzplanung hin, die das Vertrauen der Anleger sucht und die Marktposition der Gruppe stärken soll.