22. Februar, 2024

Politik

Tragödie in Lyssytschansk: Todesopfer durch Beschuss

Tragödie in Lyssytschansk: Todesopfer durch Beschuss

Eine erschütternde Nachricht erreicht uns aus der umkämpften Ostukraine, insbesondere aus der Stadt Lyssytschansk: Laut den Angaben der russischen Besatzungsmacht sind mindestens 28 Personen - darunter ein Kind - infolge eines heftigen Beschusses auf eine lokale Bäckerei ums Leben gekommen. Leonid Passetschnik, Führer der von Russland einverleibten Region Luhansk, berichtete über seinen Telegram-Kanal von weiteren zehn Verletzten, die aus den Ruinen des bombardierten Gebäudes geborgen wurden. Passetschnik schwor in seiner Stellungnahme, Vergeltung für die Opfer der „fürchterlichen Tragödie auf Luhansker Boden“ zu suchen.

Während die ukrainische Seite sich zu den Vorwürfen bisher nicht äußerte und die Berichterstattung von keiner unabhängigen Quelle bestätigt werden konnte, verteidigt die Ukraine weiterhin ihr Territorium gegen den seit fast zwei Jahre währenden russischen Angriff. Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat die Angriffe als "terroristische Handlungen der ukrainischen Neonazisten" bezeichnet. Sie bezichtigte die ukrainischen Streitkräfte, wissentlich die stark frequentierte Bäckerei als Ziel ausgesucht und den Angriff mit westlichen Waffensystemen, insbesondere mit Raketenartillerie vom Typ Himars, durchgeführt zu haben – eine internationale Verurteilung des Vorfalls sei ihrer Meinung nach unerlässlich.

Präsident Wolodymyr Selenskyj setzte indes seine Präsenz in den konfliktbehafteten Zonen fort, indem er die Region Saporischschja besuchte, wo er vom Militär über die Frontlage unterrichtet wurde. In einer Videobotschaft drängte er erneut auf anhaltende Unterstützung durch den Westen und betonte die Wichtigkeit der "maximalen Konsolidierung der freien Welt".

Darüber hinaus gibt es unbestätigte Meldungen über den Tod einer 36-jährigen Deutschen, die in der Ukraine als Militärmedizinerin tätig war. Die Nachricht ihres Ablebens zirkulierte in den ukrainischen Medien, die auch Bilder der Frau publizierten.

In einem weiteren geopolitischen Entwicklungsstrang deutet sich eine intensivere Bindung zwischen Deutschland und der Ukraine an. Berichten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) zufolge könnte eine Sicherheitspartnerschaft während der Münchner Sicherheitskonferenz besiegelt werden, wenngleich offizielle Bestätigungen noch ausstehen. Bundeskanzler Olaf Scholz hat bereits im Januar seine Gespräche mit Präsident Selenskyj hervorgehoben und eine baldige Konkretisierung der Sicherheitspartnerschaft in Aussicht gestellt.