12. Juli, 2024

Wirtschaft

Thyssenkrupp Steel: Keine betriebsbedingten Kündigungen trotz Produktionsdrosselung

Thyssenkrupp Steel: Keine betriebsbedingten Kündigungen trotz Produktionsdrosselung

Thyssenkrupp Steel hat kürzlich verkündet, dass trotz der erforderlichen Produktionskürzungen keine betriebsbedingten Kündigungen während der Restrukturierung erfolgen werden. Detlef Wetzel, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, betonte gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", dass dieser Schritt von großer Bedeutung sei. Allerdings liegt es auch auf der Hand, dass weiterhin hohe Anforderungen an das Personal gestellt werden müssen, wenngleich spezifische Details bislang nicht bekannt gegeben wurden.

Die diesbezügliche Vereinbarung wurde von führenden Akteuren wie dem CEO der Thyssenkrupp AG, Miguel Lopez, dem Leiter von Thyssenkrupp Steel, Bernhard Osburg, sowie dem zukünftigen Investor Daniel Kretinsky unterzeichnet, wie es in dem Bericht hieß. Ein Sprecher von Thyssenkrupp bestätigte diese Einigung.

Thyssenkrupp Steel, Deutschlands größtes Stahlunternehmen mit etwa 27.000 Mitarbeitern, darunter 13.000 in Duisburg, wird angesichts der schwächeren Konjunktur und hohen Energiekosten seine Produktionskapazitäten in Duisburg erheblich reduzieren. Dies wird unvermeidlich mit einem Arbeitsplatzabbau einhergehen.

Für Unsicherheit sorgt zudem der geplante Einstieg des tschechischen Investors Daniel Kretinsky in die Stahlsparte. Kretinskys EPCG-Gruppe plant, ihre Beteiligung zu erweitern und den Geschäftszweig langfristig aus dem Konzern herauszulösen.

Aufsichtsratsvorsitzender Sigmar Gabriel unterstrich die Wichtigkeit dieses Abkommens. "Bevor wir mit unserem Restrukturierungsflugzeug abheben, müssen alle Beteiligten wissen, wo die Landebahn ist", erklärte er gegenüber der Zeitung. Gabriel betonte auch, dass es um das Schicksal von 27.000 Beschäftigten und ihren Familien gehe.

Die Vereinbarung umfasst weiterhin die Einrichtung einer "Begleitkommission", wie von der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" berichtet. Diese Kommission soll einen geregelten Austausch zwischen der Stahlsparte und den zukünftigen Eigentümern, Thyssenkrupp und EPCG, sowie die Beteiligung der Arbeitnehmervertreter gewährleisten und während des gesamten Restrukturierungsprozesses bestehen bleiben.