19. Mai, 2024

Wirtschaft

Temu entschärft Kritik von Verbraucherschützern – Unterlassungserklärung unterzeichnet

Temu entschärft Kritik von Verbraucherschützern – Unterlassungserklärung unterzeichnet

Der chinesische Onlinehändler Temu hat Bemühungen unternommen, kritische Stimmen von Verbraucherschützern zu entschärfen. Eine Klage seitens des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) ist nun vom Tisch, nachdem das Unternehmen, welches zur Whaleco Technology gehört, eine Unterlassungserklärung abgegeben hat. Dies ermöglicht es, einen möglichen Rechtsstreit zu vermeiden.

In einer Stellungnahme betonte Ramona Pop, die Vorständin des vzbv, das positive Resultat dieser Vereinbarung und kündigte an, mögliche Verstöße in Zukunft genau zu beobachten. Sollte Temu erneut gegen die getroffenen Verpflichtungen verstoßen, drohten ihnen Vertragsstrafen.

Zuvor war der Plattform vorgeworfen worden, Kunden mit undurchsichtigen Rabatten, zweifelhaften Bewertungen und so genannten "Dark Patterns" im Design der Website zu täuschen. Durch die Unterlassungserklärung verpflichtet sich Temu nun dazu, derartige Praktiken zu unterlassen, um das Vertrauen der Verbraucher in Deutschland nicht zu gefährden. Ein Sprecher des Onlinehändlers versprach zudem, zukünftig eng mit allen Beteiligten des Marktes zusammenzuarbeiten.

Die Bundesregierung und der Einzelhandel zeigen sich besorgt über die zunehmende Marktpräsenz von Plattformen wie Temu und Shein und die damit verbundenen Herausforderungen für den Verbraucherschutz. Neue Gesetze der EU sollen künftig manipulative Mechanismen im Onlinehandel verhindern. HDE-Vize Stephan Tromp verwies auf Testkäufe und Daten der Bundesnetzagentur, die belegen, dass viele Produkte aus solchen Plattformen zuweilen nicht den deutschen Standards entsprechen.