14. April, 2024

Politik

Teheran verurteilt Luftschlag: Irans Präsident droht mit Vergeltung

Teheran verurteilt Luftschlag: Irans Präsident droht mit Vergeltung

Eine Zuspitzung der Lage im Nahen Osten warnt vor zusätzlicher Unruhe, da der iranische Präsident Ebrahim Raisi einen Luftschlag, bei dem zwei hochrangige iranische Militärkommandeure getötet wurden, scharf kritisiert hat. Raisi bezeichnete den Vorfall als "terroristisches Verbrechen", welches eine eklatante Missachtung internationaler Konventionen darstelle. Die iranische Führung lässt verlauten, dass dieses hinterhältige Vergehen nicht unbeantwortet bleiben dürfe, was auf eine mögliche Vergeltung hindeutet.

Der Vorfall ereignete sich zu Beginn der Woche als Folge eines Angriffs auf das Gelände der iranischen Botschaft in Damaskus, bei dem neben den Generälen auch fünf weitere Angehörige der Revolutionsgarde - der sogenannten Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) - ihr Leben ließen. Das iranische Außenministerium verurteilte die Attacke ebenfalls auf das Schärfste und wies mit dem Finger auf Israel, den langjährigen Gegenspieler Irans, als den Verantwortlichen für diesen Angriff.

Die Revolutionsgarden, die als Spitzenkraft innerhalb des iranischen Militärs gelten, wurden nach der Islamischen Revolution ins Leben gerufen und sind nicht nur bedeutend schlagkräftiger als die reguläre Armee, sondern auch dafür zuständig, das Regime vor Umstürzen zu bewahren und die ideologischen Grundfesten des Staates zu schützen. Mit den Al-Kuds-Brigaden ist die IRGC auch international aktiv. Der Konflikt mit Israel, der Erzfeind der iranischen Staatsführung, hat sich seit dem Gaza-Krieg weiter verschärft und könnte mit diesem Vorfall neuerlich an Intensität gewinnen.