22. April, 2024

Wirtschaft

Tchibo erhöht die Kaffeepreise als Reaktion auf gestiegene Weltmarktkosten

Tchibo erhöht die Kaffeepreise als Reaktion auf gestiegene Weltmarktkosten

Kaffeeliebhaber stehen vor einer Preiserhöhung ihres bevorzugten Wachmachers. Tchibo, der Marktführer in Deutschland, gab bekannt, dass das Unternehmen aufgrund von gestiegenen Weltmarktpreisen und Erhöhungen beim Rohkaffee die Preise für Röstkaffee anpassen wird. Das Unternehmen betont, dass es trotz längerem Zögern nun auf die kontinuierliche Kostensteigerung reagieren müsse, um die hohe Qualität seines Kaffees zu erhalten. So werden die Konsumenten ab Mitte April je nach Kaffeesorte und Ursprungsland 50 Cent bis 1 Euro pro Pfund mehr bezahlen müssen. Die Preispolitik von Tchibo dient oft als Wegweiser für den Markt, da der Handelsriese anders als andere Röster seine Produkte direkt an die Konsumenten vermarktet, sei es durch eigene Filialen, Depots oder den Online-Handel. Andere Kaffeeröster, die üblicherweise den Einzelhandel beliefern, überlassen dadurch meist die Preisfestlegung dem Handel selbst und halten sich mit öffentlichen Äußerungen zu ihren Verkaufspreisen zurück. Diese Praxis steht im Gegensatz zu Tchibos transparenter Vorgehensweise. Die letzte Preiserhöhung durch Tchibo fand im Februar 2022 statt, als insbesondere die Sorte Arabica, die mehr als die Hälfte der weltweiten Kaffeeproduktion ausmacht, ein Jahreshoch erreichte. Obwohl die Preise im Anschluss leicht gefallen waren, ist seit Herbst des vorherigen Jahres ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Der jüngste Marktbericht der Internationalen Kaffee-Organisation ICO bezifferte den durchschnittlichen Preis von Rohkaffee auf knapp 182 US-Cent pro US-Pfund in diesem Februar, was im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zwölf Monate mit 167 US-Cent eine spürbare Erhöhung darstellt.