22. April, 2024

Wirtschaft

Tarifrunde bei Lufthansa: Stewardessen und Stewards verhandeln um höhere Löhne

Tarifrunde bei Lufthansa: Stewardessen und Stewards verhandeln um höhere Löhne

Die Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) für das Kabinenpersonal treten in eine entscheidende Phase. Nachdem man sich bereits auf ein neues Gehaltsgefüge für das Bodenpersonal geeinigt hat, steht nun die Lohnfindung für die rund 18.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie 1.000 Angestellte der Regionaltochter Cityline im Fokus. Ufo fordert eine beachtliche Gehaltserhöhung von 15 Prozent über die Dauer von 18 Monaten und strebt zusätzlich eine einmalige Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro an. Darüber hinaus sollen auch die Zulagen für die Beschäftigten angehoben werden.

Aktuell wird streng vertraulich und ausschließlich für das Personal der Muttergesellschaft verhandelt, während die Gespräche für Cityline-Mitarbeiter gesondert fortgesetzt werden sollen. Obwohl das Unternehmen zu den Verhandlungen keine Stellung genommen hat, ist bekannt, dass die Tarifauseinandersetzung bei der Lufthansa durchaus zu Flugausfällen geführt hat, zuletzt durch einen Streik am 12. März.

Die Bodenbeschäftigten der Lufthansa können hingegen aufatmen, da für sie eine Gehaltssteigerung von umgerechnet 12,5 Prozent für die nächsten zwei Jahre vorgesehen ist. Darüber hinaus erwartet sie eine gleichwertige Inflationsausgleichsprämie wie das fliegende Personal. Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, da die Ergebnisse noch der Zustimmung durch eine Abstimmung der Verdi-Mitglieder bedürfen.

Das Tarifgeschehen beeinflusst auch andere Bereiche der Luftfahrtbranche. So gehen die Schlichtungsgespräche für die 25.000 Angestellten der privaten Luftsicherheitsdienste, verantwortlich für die Kontrollen an deutschen Flughäfen, in die nächste Runde. Diese Verhandlungen sind besonders im Hinblick auf die mehrfach praktizierten Warnstreiks von großer Bedeutung.