28. Februar, 2024

Wirtschaft

Tarifkonflikt legt Lufthansa lahm: Streikauswirkungen auch am Donnerstag spürbar

Tarifkonflikt legt Lufthansa lahm: Streikauswirkungen auch am Donnerstag spürbar

Die Arbeitskampfmaßnahmen der Flugbegleitergewerkschaft Verdi setzen die Lufthansa weiter unter Druck und zwingen die Airline auch am Donnerstag zu Flugstreichungen. Nach der massiven Welle von fast 900 Annullierungen am Mittwoch bleiben auch am darauffolgenden Tag etwa 30 Flüge an den Knotenpunkten Frankfurt und München am Boden. Die Streikaktionen, welche am Mittwochmorgen begannen, finden ihren Abschluss mit dem Ende der Spätschicht von Lufthansa Cargo am Donnerstag um 07:10 Uhr morgens. Die Resonanz auf den Aufruf zum Warnstreik war beachtlich: Verdi, vertreten durch ihren Verhandlungsführer Marvin Reschinsky, gab bekannt, dass sich circa 7.000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen an verschiedenen Standorten beteiligten. Reschinsky warnt die Fluggesellschaft vor einem längeren Streik, sollte das aktuelle Gehaltsangebot nicht aufgestockt werden. Vonseiten der Lufthansa wurde die zügige Zuspitzung des Tarifstreits kritisiert. Verdi vertritt die Position, dass angesichts der Inflation eine Lohnerhöhung von 12,5 Prozent gerechtfertigt sei, wobei mindestens 500 Euro pro Monat für die Beschäftigten herausspringen sollten. Hinzu kommt die Forderung nach einer einmaligen Inflationsprämie von 3.000 Euro. Lufthansa hält dem ein Angebot von 13 Prozent Gehaltssteigerung über drei Jahre und eine Inflationsprämie entgegen. Die Gewerkschaft und das Unternehmen treffen sich am kommenden Montag wieder am Verhandlungstisch, um den Tarifstreit weiterzuführen.