14. Juli, 2024

Politik

Taktische Pause im Gazastreifen: Politische Wellen in Israel

Taktische Pause im Gazastreifen: Politische Wellen in Israel

Die Entscheidung des israelischen Militärs, entlang einer Route für humanitäre Hilfsgüter im Gazastreifen eine "taktische Pause" einzulegen, hat in Israel heftige Reaktionen ausgelöst. Besonders rechtsgerichtete Politiker sehen dies äußerst kritisch. Polizeiminister Itamar Ben-Gvir äußerte am Sonntag auf X seine scharfe Kritik und nannte die Entscheidung einen "Narrenakt", insbesondere angesichts der Verluste unter den israelischen Soldaten. Er forderte, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, ihre Position räumen sollten. Auch Finanzminister Bezalel Smotrich schlug in dieselbe Kerbe und argumentierte, dass humanitäre Hilfe, die die Hamas erreicht, deren Macht festige und die Kriegserfolge Israels gefährde.

Der Hintergrund der "taktischen Pause" liegt in der Absicht, dem südlichen Gazastreifen mehr Hilfslieferungen zu ermöglichen. Diese Entscheidung wurde nach Konsultationen mit den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen getroffen. Die Pause, die täglich mehrere Stunden andauern soll, betrifft die Route vom Grenzübergang Kerem Schalom nach Nordosten. Sie soll jedoch nicht für die Stadt Rafah an der Grenze zu Ägypten gelten, wo die Kämpfe fortgesetzt werden.

Die Ankündigung stieß nicht nur bei den genannten Politikern auf Widerstand. Laut Berichten israelischer Medien wurde Verteidigungsminister Joav Galant nicht vorab über die Entscheidung informiert. Er zeigte sich verärgert über das Timing der Bekanntgabe, zumal die Armee am Wochenende den Tod von elf israelischen Soldaten im Gazastreifen vermeldet hatte.