19. April, 2024

Wirtschaft

Syngenta verzeichnet Umsatzrückgang im Jahr 2023 nach Absatzdämpfung

Syngenta verzeichnet Umsatzrückgang im Jahr 2023 nach Absatzdämpfung

Die Syngenta Group musste im Laufe des Geschäftsjahres 2023 eine Abschwächung ihres Umsatzes hinnehmen, eine Entwicklung, die stark kontrastiert mit dem rekordverdächtigen Vorjahr 2022. Schwächere Verkaufszahlen übten einen Druck auf die Preise aus, was zu einem markanten Rückgang des operativen Gewinns führte.

Im währenden Berichtszeitraum verbuchte der führende Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut einen Umsatz von 32,2 Milliarden US-Dollar und verzeichnete damit eine 4-prozentige Verringerung gegenüber dem Vorjahr. Bei einer Betrachtung, die Wechselkursveränderungen außen vor lässt, ergibt sich ein moderateres Minus von 1 Prozent.

Als einen wesentlichen Grund für diese Entwicklung nennt Syngenta die Bestandsreduzierung von Pflanzenschutzmitteln durch Groß- und Einzelhändler, die ihre Lager im Vorjahr noch im Rahmen der Lieferkettenunterbrechungen angehäuft hatten. Ergänzend wirkten sich steigende Zinsen negativ aus, da sie Handelspartner dazu veranlassten, das Betriebskapital zu reduzieren. Immerhin blieb die Nachfrage nach den neuesten Pflanzenschutzprodukten im letzten Quartal auf einem stabilen Niveau.

Bemerkenswert ist der Umsatzrückgang von 5 Prozent im Bereich Crop Protection, welcher fast die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht. Auch die israelische Tochterfirma Adama musste einen Umsatzeinbruch von 17 Prozent hinnehmen. Ein positiver Aspekt findet sich hingegen im Saatgutsektor von Syngenta, der um 2 Prozent zulegte, sowie bei Syngenta Group China, die mit einer Steigerung von 11 Prozent glänzte und einen Umsatz von 9,6 Milliarden Dollar beisteuerte.

Die verringerten Absatzmengen und daraus resultierenden fallenden Verkaufspreise wirkten sich deutlich auf den operativen Gewinn aus, der um 18 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar zurückging. Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Ergebnis 14 Prozent unter dem des Vorjahres. Als Reaktion will Syngenta verstärkt auf Effizienzverbesserung setzen, jedoch sank die Ebitda-Marge um 2,5 Prozentpunkte auf 14,2 Prozent.

Die Syngenta Group, mit Schweizer Sitz und chinesischer Eigentümerschaft, umfasst mehrere Geschäftseinheiten, einschließlich Syngenta Crop Protection, Syngenta Seeds, Adama und Syngenta Group China. Die Übernahme durch Chemchina im Jahr 2015 brachte neue Strukturen. Trotz vergangener Ankündigungen, an die chinesische Börse zurückzukehren, wurde dieser Plan nun aufgegeben. Syngenta bleibt offen für einen Neuanfang unter günstigen Bedingungen, entweder in China oder an einem anderen internationalen Handelsplatz und evaluiert alternative Finanzierungswege.