25. Februar, 2024

Wirtschaft

Streikwelle am UKGM: Beschäftigte fordern Lohnerhöhung

Streikwelle am UKGM: Beschäftigte fordern Lohnerhöhung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Gießen und Marburg nehmen ihr Anliegen für eine signifikante Lohnerhöhung in die eigene Hand. Die Gewerkschaft Verdi hat zu Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen, welche die Beschäftigten aus nicht-ärztlichen Berufsgruppen wie der Pflege, Radiologie, Therapie und Technik seit den frühen Morgenstunden in einen Streik treten ließen. Der Ausstand wird von einer geplanten Demonstration am Mittwoch in Gießen flankiert und soll bis einschließlich Donnerstag andauern. Dabei kommt es zu spürbaren Beeinträchtigungen des Krankenhausbetriebs, insbesondere bei planbaren Eingriffen. Notdienstvereinbarungen sollen die Versorgung akuter Fälle sicherstellen.

Die Tarifauseinandersetzung trifft ein Klinikum, das zu den größten seiner Art in Deutschland zählt. Mit zwei Standorten deckt das UKGM ein umfassendes Spektrum medizinischer Versorgung ab und betreut jährlich eine Viertelmillion Patienten. Den Kern der Forderungen bildet eine Lohnerhöhung von 11 Prozent – mindestens aber 600 Euro – für die rund 7000 nicht-ärztlichen Angestellten. Diese Zahlen verdeutlichen die immense Dimension der Abhängigkeit des Klinikbetriebs von diesem Personal.

Darüber hinaus richtet sich der Blick der Beschäftigten auf die nächste Woche. Ein weiterer Warnstreik ist für Montag angesetzt, welcher zeitgleich mit den anberaumten Tarifverhandlungen stattfinden soll. Die Auswirkungen dieser Arbeitskampfmaßnahmen werden die Diskussionen über angemessene Entlohnung im Gesundheitssektor zweifellos weiter befeuern.