Stellantis, der weltweit viertgrößte Automobilhersteller, hat sich mit dem US-amerikanischen Unternehmen Zeta Energy zusammengeschlossen, um kostengünstige Lithium-Schwefel-Batterien für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Ziel dieser Partnerschaft ist der Einsatz dieser Batterien bis zum Jahr 2030. Angesichts der Tatsache, dass die Batteriekosten einen erheblichen Einfluss auf die Preise von Elektrofahrzeugen haben, suchen Automobilhersteller wie Stellantis nach Alternativen, um ihre Fahrzeuge erschwinglicher zu machen.
Anders als die herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien verwenden Lithium-Schwefel-Batterien keine teuren Materialien wie Nickel oder Kobalt. Dies führt zu deutlich günstigeren Produktionskosten, auch wenn diese Batterien eine kürzere Lebensdauer aufweisen. Laut einer gemeinsamen Erklärung von Stellantis und Zeta Energy kosten Lithium-Schwefel-Batterien weniger als die Hälfte pro Kilowattstunde im Vergleich zu aktuellen Lithium-Ionen-Batterien. Die Partnerschaft zielt darauf ab, leichtere Batterien mit einer Energiekapazität zu entwickeln, die der vorhandenen Technologie vergleichbar ist.
Dieses Potenzial könnte Batterien ermöglichen, bis zu 50 % schneller aufzuladen, wie Stellantis und Zeta Energy hervorheben. Das bis 2030 angestrebte Entwicklungsziel umfasst nicht nur die Vorproduktion, sondern auch Pläne für die zukünftige Massenproduktion. Die revolutionäre Technologie der Lithium-Schwefel-Batterien könnte maßgeblich zur Erreichung der CO2-Neutralität von Stellantis bis 2038 beitragen und dabei hohe Reichweiten, Leistung und Erschwinglichkeit sicherstellen.
Ein bedeutender Vorteil der neuen Technologie ist, dass die Batterien in bestehenden Gigafabriken mit einer kurzen und vollständig inländischen Lieferkette in Europa oder Nordamerika produziert werden können. Interessanterweise unterstützt Stellantis auch das Silicon-Valley-Startup Lyten, das kürzlich angekündigt hat, über eine Milliarde Dollar in den Bau der weltweit ersten Gigafabrik für Lithium-Schwefel-Batterien in Nevada zu investieren.