18. Juli, 2024

Märkte

Steigende Ölpreise: Markt reagiert auf geopolitische Spannungen und Naturphänomene

Steigende Ölpreise: Markt reagiert auf geopolitische Spannungen und Naturphänomene

Die Ölpreise haben am Dienstag weiter zugelegt und ihre Gewinne vom Wochenbeginn ausgebaut. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent, zur Lieferung im September, stieg um 35 Cent und notierte zuletzt bei 86,95 US-Dollar. Auch die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verzeichnete einen weiteren Preisanstieg von 16 Cent auf 83,54 Dollar pro Fass. Die Preise werden derzeit stark von geopolitischen Unsicherheiten und Naturereignissen beeinflusst. Zu Wochenbeginn führten Spannungen zwischen Israel und dem Libanon sowie der Hurrikan Beryl in der Karibik zu einem Anstieg der Ölpreise. Trotz der seit langem befürchteten Ausweitung des Gaza-Kriegs ist eine direkte Einbindung Irans bisher ausgeblieben, was als besonders risikoreich gilt und die Märkte in Alarmbereitschaft versetzt. Der Hurrikan Beryl signalisiert möglicherweise eine besonders intensive Sturmsaison. Solche Naturereignisse können eine Bedrohung für die Ölanlagen im Golf von Mexiko darstellen, was die Preise weiter antreiben könnte. Jedoch gibt es auch limitierende Faktoren: Sorgen über die schwächelnde Öl-Nachfrage aus China könnten den Preisanstieg bremsen. Peking kämpft derzeit mit einer anhaltenden Immobilienkrise, hoher Jugendarbeitslosigkeit und internationalen Handelssanktionen, was der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erheblich zusetzt.