13. April, 2024

Wirtschaft

Steigende Kosten zwingen Gastronomen zur Preisanpassung

Steigende Kosten zwingen Gastronomen zur Preisanpassung

Infolge der jüngsten Rückkehr der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie zu 19 Prozent, haben viele Betriebe in Deutschland gezwungenermaßen ihre Preise angehoben. Laut einer Sprecherin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) machen die erhöhten Aufwendungen für Lebensmittel und Personal in Verbindung mit den langanhaltenden Einbußen durch die Corona-Pandemie Preisanpassungen unausweichlich. Vorübergehend war der Steuersatz zur Unterstützung der Branche während der Pandemie auf 7 Prozent gesenkt worden, eine Maßnahme, die zuletzt bis zum Ende dieses Jahres verlängert wurde – allerdings nur für Speisen, während Getränke weiterhin dem regulären Satz unterliegen.

Insbesondere kleine und mittelständische Familienunternehmen, die in ländlichen Gegenden ansässig sind, fühlen sich durch diese steuerliche Veränderung unter Druck gesetzt. Aus Reihen des Verbands wird berichtet, dass eine zunehmende Anzahl von Kunden aus Preisbewusstsein und Sparsamkeit den Besuch in Gaststätten einschränkt und beim Essen gegebenenfalls auf Extras wie Vorspeisen oder Desserts verzichtet. Trotzdem gibt es nach wie vor zahlreiche Gäste, die den Gastronomiebetrieben loyal bleiben und das Beisammensein im Restaurant oder der Kneipe schätzen.

Beachtenswert ist, dass der bereinigte Gastronomieumsatz im Januar gegenüber dem Dezember des Vorjahres real um 0,8 Prozent gewachsen ist, wie das Statistische Bundesamt vor Kurzem aufzeigte. Dennoch sanken die Erlöse nominal um 0,5 Prozent, was indiziert, dass die Preissteigerungen bereits ihre Spuren in der Branche hinterlassen.

Dehoga tritt energisch für eine einheitliche Besteuerung von Nahrungsmitteln ein. Die aktuelle Situation, in der der Verzehr im Restaurant einer höheren Mehrwertsteuer unterliegt, während "To Go"-Angebote, Fertigprodukte aus dem Supermarkt oder gelieferte Speisen mit lediglich 7 Prozent besteuert werden, wird vom Verband als absurd und ungerecht empfunden.