18. Juli, 2024

Wirtschaft

Steigende Handwerkskosten: Verbandspräsident Dittrich warnt vor möglicher Schwarzarbeit

Steigende Handwerkskosten: Verbandspräsident Dittrich warnt vor möglicher Schwarzarbeit

Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich auf weiter steigende Preise im Handwerkssektor einstellen. Handwerkspräsident Jörg Dittrich erläuterte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass sowohl die Kosten als auch die Löhne anstiegen, während die Umsätze leicht rückläufig seien. Dittrich zeigte Verständnis für die Sorgen der Kunden über teure Handwerksdienstleistungen, betonte jedoch, dass auch die Handwerksbetriebe auf zahlungskräftige Kunden angewiesen seien.

Eine erhebliche Herausforderung bestehe darin, dass unerschwinglich hohe Preise entweder zur Reduzierung des Angebots oder zu vermehrter Schwarzarbeit führen könnten. Dittrich bezeichnete dies als unerwünschte Entwicklung sowohl für die Handwerksbranche als auch für die Gesellschaft insgesamt. Besonders augenfällig sei diese Problematik bereits bei den Friseuren, die stark von den steigenden Sozialabgaben belastet würden. Das Handwerk stehe hier vor besonderen Schwierigkeiten und eine Entlastung des Faktors Arbeit sei dringend notwendig.

Bereits seit Jahren warne das Handwerk eindringlich vor überbordenden Sozialabgaben und fordere eine grundlegende Reform der Finanzierung der Sozialversicherungssysteme. Die derzeitige politische Unsicherheit und mangelnde Planungssicherheit wirkten zudem investitionshemmend. Dittrich betonte, dass private Investitionen in erheblichem Umfang notwendig seien, um die Konjunktur wieder anzukurbeln und dem schleichenden Abwärtstrend im Handwerk entgegenzuwirken.