29. Februar, 2024

Wirtschaft

Stagnation in Tarifverhandlungen: Verdi unbeeindruckt von neuem Angebot der Arbeitgeberseite

Stagnation in Tarifverhandlungen: Verdi unbeeindruckt von neuem Angebot der Arbeitgeberseite

Die jüngsten Tarifgespräche zwischen der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) haben keine Annäherung erbracht, wie beide Seiten nach den ersten Verhandlungen seit dem umfassenden Warnstreik mitteilten. Verdi stufte das frisch präsentierte Arbeitgeberangebot als "gänzlich ungenügend" ein. Obwohl seitens der BDLS eine Erhöhung der Zuschläge für Mehrarbeit und der Stundenlöhne innerhalb eines 24-monatigen Zeitraumes vorgeschlagen wurde, konnten die Erwartungen der Gewerkschaft nicht erfüllt werden – insbesondere im Hinblick auf den Ausgleich der Kaufkraftverluste der Angestellten.

Wolfgang Pieper, Verdi-Verhandlungsführer, unterstrich das kontinuierliche Bestreben der Gewerkschaft, die schwindende Kaufkraft der Mitarbeiter langfristig zu kompensieren. Derzeit werde innerhalb der Gewerkschaft über die nächsten Schritte bis hin zur bevorstehenden Verhandlungsrunde am 21. und 22. Februar in der Hauptstadt diskutiert. Die erste Streikwelle hatte am 1. Februar zu signifikanten Betriebsstörungen an deutschen Airports geführt, wobei laut Angaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) etwa 1100 Flüge ausfielen und rund 200.000 Passagiere betroffen waren.

Die Fortsetzung dieses Luftverkehrsdisputs spiegelt die zunehmende Herausforderung in den Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern wider, insbesondere in Sektoren, die von hoher öffentlicher Abhängigkeit und strategischer Bedeutung sind.