28. Januar, 2026

Quartalszahlen

Stabilus-Zahlen: Gewinneinbruch trifft auf eisernes Festhalten an Zielen

Der SDax-Konzern verzeichnet im Auftaktquartal deutliche Rückgänge bei Umsatz und Marge. Besonders das China-Geschäft bremst, doch die Langfristprognose bleibt unangetastet.

Stabilus-Zahlen: Gewinneinbruch trifft auf eisernes Festhalten an Zielen
Stabilus meldet schwache Quartalszahlen: Der Umsatz sinkt um 10 Prozent, der Gewinn bricht ein. Dennoch bestätigt der CEO die Prognose.

Der Koblenzer Industrie- und Autozulieferer Stabilus verzeichnet einen holprigen Start in das neue Geschäftsjahr. Wie das im SDax gelistete Unternehmen mitteilte, brachen sowohl Umsatz als auch Gewinn im ersten Quartal spürbar ein.

Konkret sank der Konzernumsatz um 10,7 Prozent auf 291,1 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel der Gewinn auf 8,1 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahreswert von 14,3 Millionen Euro einem massiven Rückgang entspricht und den Druck auf die Aktie erhöht.

Währungseffekte und der chinesische Automobilmarkt belasten die Margen erheblich

Die Ursachen für die schwache Performance sind analytisch klar zu verorten. Neben negativen Währungseffekten nennt das Management vor allem die schwierige Marktentwicklung im Bereich Automotive als Haupttreiber für den Abschwung.

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Besonders in China hat sich das Marktumfeld weiter verschärft. Dies schlägt sich direkt in der Profitabilität nieder: Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) fiel von 37,8 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 29,3 Millionen Euro.

Auch die bereinigte Ebit-Marge konnte das Niveau nicht halten. Sie verringerte sich von 11,6 Prozent auf 10,1 Prozent, was den aktuellen Stress auf die operative Effizienz des Unternehmens unterstreicht.

Das Management hält trotz widriger Umstände an der Prognose für 2026 fest

Vorstandschef Michael Büchsner gibt sich trotz der aktuellen Zahlen kämpferisch. Er betonte, dass man die Stärkung des Unternehmens entschlossen vorantreibe, auch wenn das Marktumfeld herausfordernd bleibe.

An der Guidance für das Geschäftsjahr 2026 wird daher fundamental nicht gerüttelt. Stabilus strebt weiterhin einen Umsatzkorridor von 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro an.

Auch hinsichtlich der Profitabilität bleibt das Ziel unverändert. Das Management visiert eine bereinigte Ebit-Marge zwischen zehn und zwölf Prozent an, was implizit auf eine erwartete Erholung im weiteren Jahresverlauf hindeutet.

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