22. April, 2024

Märkte

Stabilität zeichnet den Ölmarkt: Brent und WTI kaum verändert

Stabilität zeichnet den Ölmarkt: Brent und WTI kaum verändert

so präsentiert sich das Bild auf dem Ölmarkt zum Ende der Woche. Während der Handelstag fortschreitet, registriert man für ein Fass der begehrten Nordseesorte Brent, das im Mai ausgeliefert wird, lediglich einen marginalen Preisrückgang auf 85,75 US-Dollar – eine minimale Differenz zum Vortag, gemessen in Centbereichen. Gleichgewicht zeigt sich auch beim amerikanischen Pendant, dem West Texas Intermediate (WTI), dessen Preis sich gleichfalls um nur wenige Cents auf 81,03 US-Dollar reduziert hat.

Die Zurückhaltung in der Preisbewegung folgt auf eine Phase, in der der Brent-Preis eine beispielhafte Steigerung erfuhr, die ihn bis zu einem Spitzenwert von 87,70 US-Dollar trug, den höchsten Stand seit dem vergangenen November. Die darauf folgende Atempause im Preisanstieg wird von Marktbeobachtern wie Barbara Lambrecht von der Commerzbank teilweise der noch diffusen Lage der Marktversorgung zugeschrieben. Obwohl die Internationale Energieagentur IEA eine drohende Unterversorgung signalisiert, lassen kontemporäre Indikatoren keine eindeutige Deutung zu.

Einen maßgeblichen Einfluss auf die Aufrechterhaltung stabiler Ölpreise haben die angespannten Vorräte innerhalb der Vereinigten Staaten, geopolitische Unruhen sowie die limitierten Lieferkapazitäten der Opec+. Diese Faktoren verleihen dem Markt Auftrieb. Ein ausgleichendes Momentum indes entsteht durch eine konjunkturell geprägte, nachlassende Nachfrage, die das Potential hat, die Preisentwicklung zu dämpfen.

In punkto Ölpreise bleibt das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage somit weiterhin voller Spannung, während Investoren und Analysten die Weltwirtschaft und politische Geschehnisse im Blick behalten.